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Aktuelles

IAEA richtet Appell an Iran

Die Internationale Atomenergiebehörde hat den Iran aufgefordert, ihren Inspektoren Zugang zu allen Atomanlagen zu gewähren. "Wir wollen alles überprüfen, was eine militärische Dimension haben könnte", so IAEA-Chef Amano.

Yukiya Amano (Foto: dapd)

IAEA-Chef Yukiya Amano

Der Erfolg der für Ende Januar geplanten Inspektion der IAEA hänge einzig von der Kooperationsbereitschaft der Iraner ab, sagte der Generaldirektor der Atomenergiebehörde, Yukiya Amano, der "Financial Times Deutschland" (Donnerstagsausgabe). Trotz der politischen Eskalation nach dem jüngsten IAEA-Bericht im November bedauerte Amano die darin geäußerten Vorwürfe gegen den Iran nicht. Er habe überhaupt keinen Grund, den Bericht zu bereuen. Es sei sein Job, die Welt zu alarmieren, und das habe er getan, erklärte der IAEA-Chef.

Zivil oder militärisch?

Zugleich wies Amano den Vorwurf der Parteilichkeit, den der Iran gegen ihn erhebt, energisch zurück: "Wir verlassen uns nicht auf eine Quelle allein und überprüfen alles mehrfach. Wir verbringen tausende Stunden damit, Informationen zu vergleichen." Das Gesamtbild sei zwar noch unklar, aber "das, was wir wissen, legt die Entwicklung von Atomwaffen nahe", sagte der Japaner. Die Regierung in Teheran beteuert hingegen nach wie vor, ihr Atomprogramm diene lediglich zivilen Zwecken.

Zum Jahreswechsel hatte sich der seit Jahren andauernde Atomstreit wieder verschärft. Nachdem die USA und die Europäische Union weitere Sanktionen gegen den Iran ankündigten, drohte Teheran mit der Blockade der Straße von Hormus. Durch die Meerenge wird etwa ein Fünftel des weltweiten Erdöls transportiert.

wa/re (afp/dpa)