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Leichtathletik

IAAF: Reformpaket angenommen

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hat umfangreiche Reformen verabschiedet und damit unter anderem auf die schwere Krise nach der Betrugsaffäre um den früheren Präsidenten Lamine Diack reagiert.

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hat das von Präsident Sebastian Coe auf den Weg gebrachte Reformpaket mit großer Mehrheit angenommen. Auf dem außerordentlichen Kongress in Monaco stimmten 182 der 197 anwesenden Delegierten für die Reformen, mit denen die Korruption in der IAAF gestoppt werden soll. Zehn Landesverbände stimmten gegen das Paket, fünf Stimmen waren ungültig, 16 Mitglieds-Länder fehlten beim Kongress.

"Lassen Sie mich für das Vertrauen danken, dass Sie heute dem Council entgegen gebracht haben, indem sie den Reform-Vorschlägen zugestimmt haben", sagte der zweimalige britische Olympiasieger Coe: "Dies ist ein sehr wichtiger Moment in der Geschichte unseres Sports." Coe hatte angesichts der Skandale um Doping in Russland sowie um die Korruption in der Ära seines Vorgängers Lamine Diack im Juli ein 15-Punkte-Programm vorgestellt, das die IAAF wieder in geordnete Bahnen lenken soll. Eine Zwei-Drittel-Mehrheit in Monaco war nötig gewesen, um das Programm abzusegnen.

Kernpunkte des Pakets sind, die Macht des Präsidenten und des IAAF-Councils zu beschränken, zudem soll eine neu zu gründende Integritätskommission in Zukunft verbandsunabhängig für die Themen Doping, Manipulation, Korruption sowie Interessenkonflikte zuständig sein. Alle Council-Mitglieder müssen einen Integritätscheck überstehen. "Das ist ein wichtiger Schritt gegen Betrug, Korruption und Doping", kommentierte Clemens Prokop, Präsident des deutschen Verbandes, die verabschiedete Reform und sprach von "einem Meilenstein".

og/ck (sid, dpa)

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