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Aktuell Nahost

Huthi-Rebellen setzen jemenitische Regierung unter Druck

Der Konflikt zwischen schiitischen Huthi-Rebellen und der Regierung im Jemen spitzt sich zu. Zehntausende belagern die Hauptstadt und fordern den Rücktritt der Regierung. Präsident Hadi ruft die höchste Alarmstufe aus.

Zehntausende Unterstützer des schiitischen Rebellenkommandeurs Abdulmalik al-Huthi haben sich in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa erneut zu einem Großprotest gegen die Regierung versammelt. Sie kamen in mehreren Vororten zusammen, um nach den Freitagsgebeten auf der Straße zum Flughafen im Norden der Stadt zu demonstrieren. Al-Huthi hatte der Regierung zuvor ein Rücktrittsultimatum bis Freitag gesetzt.

Huthi verstärken Stellungen um Sanaa

Die Anhänger der Huthi-Volksgruppe erheben Korruptionsvorwürfe gegen die Regierung und protestieren zudem gegen eine kürzlich eingeführte Erhöhung der Benzinsteuer. Zuletzt hatten Tausende bewaffnete Huthi-Rebellen ihre Stellungen rund um Sanaa verstärkt. Für die Hauptstadt selbst kündigten sie Protestlager und Sitzstreiks an, sollte die Regierung nicht zurücktreten.

Höchste Alarmstufe

Der jemenitische Übergangspräsident Abed Rabbo Mansur Hadi rief die höchste Alarmstufe für die Sicherheitskräfte aus, wie die Nachrichtenseite "Yemen Post" am Freitag berichtete. Für die Sicherheit des Landes dürften "keine Mühen gescheut" werden. Die Sicherheitskräfte sollten ihre "Wachsamkeit erhöhen". Rebellenchef Al-Huthi drohte daraufhin mit Gegenwehr, sollten Demonstranten angegriffen werden.

Der Führung in Sanaa gelang seit dem Sturz von Präsident Ali Abdullah Saleh im Jahr 2012 kein stabiler politischer Übergang. Die Vertreter der Huthi-Volksgruppe hatten sich wiederholt über Diskriminierung unter Saleh beklagt, der 33 Jahre lang an der Macht war. Seit mehreren Jahren bekämpfen sie die Zentralregierung.

cr/mak (dpa, afp, rtr)