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Kultur

Hurrikan "Rita" bedroht den Süden der USA

Der Sturm rast mit über 200 Stundenkilometern auf die texanische Küste zu - nur wenige Wochen nach "Katrina" muss sich der Süden der USA erneut auf eine Katastrophe einstellen.

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In Key West, Florida, war der Wirbelsturm bereits

"Rita", der nächste Hurrikan, der die Südostküste der USA bedroht, hat inzwischen Kategorie fünf erreicht - eine Stufe höher als der verheerende Sturm "Katrina". "Rita" ist am Mittwoch (21.9.2005) von Meteorologen in die höchste Sturmkategorie Fünf gestuft worden. Sie kennzeichnet Hurrikane mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 250 Kilometern pro Stunde.

"Rita" zieht gegenwärtig mit Windgeschwindigkeiten von über 200 Stundenkilometern über den Golf von Mexiko hinweg und wird am Freitag oder in der Nacht zum Samstag die Küste von Texas erreichen. Dort wurde eine Zwangsevakuierung der bedrohten Gebiete angeordnet. Die lokalen und staatlichen Behörden versuchen dieses mal besser vorbereitet zu sein als im Falle "Katrina". Viele der Sturmopfer, die aus New Orleans nach Texas evakuiert wurden, müssen nun erneut die Flucht antreten.

Kein Risiko

Hurrikan Rita auf dem Computer

Hurrikan Rita auf dem Computer

Der Bürgermeister von Galveston County an der Golfküste von Texas rief am Mittwoch den Notstand aus und ordnete eine Zwangsevakuierung der bedrohten Gebiete an. Die Stadt Galveston, auf einer der Küste vorgelagerten Insel im Golf von Mexiko gelegen, wurde schon einmal im Jahr 1900 von einem Hurrikan dem Erdboden gleich gemacht. Dieses mal, nur vier Woche nach der verheerenden "Katrina"-Katastrophe, wollen die Bewohner der Region kein Risiko eingehen.

Hurrikan Rita Florida Key West

Hurrikan Rita in Florida, Key West

Auch in der nahe gelegenen Vier-Millionen-Stadt Houston hat Bürgermeister Bill White die Bevölkerung der tiefer gelegenen Stadtteile zur Evakuierung aufgefordert. Wer sich nicht selbst in Sicherheit bringen könne, solle die Stadtverwaltung kontaktieren. Bewohner von Wohnmobilen müssen diese verlassen. Auch auf nationaler Ebene will man aus dem Desaster der "Katarina"-Katastrophe gelernt haben und gibt sich vorbereitet.

"Sehr ernst"

"Wir haben Vorräte in die Region gebracht. Hubschrauber sind einsatzbereit", sagt Heimatschutzminister Michael Chertoff. "Wir arbeiten eng mit dem Gouverneur zusammen, damit wir wissen, was sie brauchen und welche Ressourcen sie von uns erwarten. Wir nehmen die Situation sehr ernst und bereiten uns so gut es geht darauf vor."

Hurrikan "Rita" wird einen fast 200 Kilometer breiten Küstenstreifen voraussichtlich zwischen der mexikanischen Grenze und dem westlichen Teil Lousianas in der Nacht zum Samstag (24.9.9 heimsuchen. Befürchtet werden dabei auch Schäden an den zehn Ölraffinerien, die in diesem Gebiet liegen. Dies würde die ohnehin schon stark angespannte Ölversorgung in den USA vor zusätzliche Probleme stellen und die weltweiten Rohölpreise erneut nach oben treiben.

Auch im gerade trocken gelegten New Orleans bereitet man sich wieder auf das Schlimmste vor. Schon etwa 15 Zentimeter neue Regenfälle die von Ausläufern des Hurrikan "Rita" auf die Stadt niedergehen könnten, würden die noch immer porösen Deiche der Stadt erneut überfluten.

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