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Naturkatastrophen

Hurrikan "Maria" wütet weiter in der Karibik

Puerto Rico kämpft weiter mit den Folgen des Hurrikans "Maria". Viele Regionen im US-Außengebiet sind von der Außenwelt abgeschnitten - und nun droht noch eine Flutkatastrophe.

Im Nordwesten der Karibikinsel droht nach Angaben der Behörden ein Damm zu brechen. Dabei handelt es sich um den Lago Guajataca im Nordwesten des Landes. Der Staudamm wird als Wasserkraftwerk zur Stromgewinnung genutzt. Die Bewohner angrenzender Städte und Gemeinden wurden aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Nach Angaben der Zeitung "El nuevo dia"  sind 70.000 Menschen bedroht. Das Gebiet sollte evakuiert werden, teilte Gouverneur Ricardo Rossello mit. "Maria" hatte am Mittwoch in dem US-Territorium gewütet.

Millionen Haushalte ohne Strom

"Die Zerstörungen sind enorm, es gibt hunderttausende Personen, zu denen wir noch nicht gelangen konnten", sagte die Bürgermeisterin der Hauptstadt San Juan, Carmen Yulín Cruz, dem US-Sender CNN. Fast alle 3,4 Millionen Einwohner der Insel seien weiter ohne Strom. Zudem seien zahlreiche Regionen von der Kommunikation abgeschnitten. Nur rund 25 Prozent haben zudem derzeit Zugang zu Trinkwasser, hieß es.

Puerto Rico Hurrikan Maria (Getty Images/AFP/H. Retamal)

Weder Strom noch Trinkwasser: Die Menschen in Puerto Rico sind in höchster Not

US-Präsident Donald Trump hatte den Katastrophenzustand für Puerto Rico ausgerufen. Damit bekommt das US-Außengebiet, in dem viele Menschen in Armut leben, finanzielle Hilfen zum Beispiel für Notunterkünfte und Reparaturen. Trump sagte, Puerto Rico sei "vollkommen ausradiert" worden. Das US-Militär teilte mit, es werde mit sechs Hubschraubern und vier Transportflugzeugen Hilfsmaßnahmen unterstützen.

Bisher ist Puerto Rico nur ein assoziierter Freistaat. Die von der Pleite bedrohte Insel will der 51. Bundesstaat der USA werden. Dieser Wunsch muss aber vom US-Kongress gebilligt werden. Puerto Rico ist mit rund 9000 Quadratkilometern in etwa so groß wie die Insel Zypern.

Hurrikan trifft als nächstes auf die Bahamas

Insgesamt wurden durch "Maria" in Puerto Rico, Dominica und Guadalupe bisher rund 30 Menschen getötet. Der Tropensturm zog weiter Richtung Turks- und Caicosinseln und wird danach auf den Bahamas erwartet, wie das US-Hurrikanzentrum mitteilte. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 205 Kilometern pro Stunde ist "Maria" ein Hurrikan der Kategorie drei. Ausläufer könnten auch die Vereinigten Staaten treffen. Es wurde erwartet, dass der Sturm sich auf dem Weg Richtung Norden nach und nach abschwächen dürfte. Teile der Südost-Küste der USA müssten dennoch mit hohen Wellen rechnen.

as/rb (rtr, afp, dpa)

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