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Wirbelsturm in der Karibik

Hurrikan "Maria" trifft auf Puerto Rico

Nach dem zerstörerischen Zug über die Karibikinseln Dominica und Guadeloupe trifft Hurrikan "Maria" mit voller Wucht auf die Südost-Küste Puerto Ricos. Bewohner und Regierung fürchten das Schlimmste.

Video ansehen 01:59

Hurrikan Maria fegt über die Karibik

Die Karibikinsel Puerto Rico rechnet mit einen der schwersten Wirbelstürme ihrer Geschichte. Hurrikan "Maria" traf mit einer Windgeschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde auf die Südost-Küste des US-Gebiets Puerto Rico und rast über die US-Insel hinweg. Das US-Hurrikanzentrum NHC stufte den Wirbelsturm zuvor von der höchsten Kategorie fünf auf die Kategorie vier herunter, dennoch bleibt seine Kraft zerstörerisch. In Puerto Rico werden stundenlange Orkanböen, Sturmfluten und sintflutartiger Regen befürchtet, der zu Überschwemmungen führen und Schlammlawinen auslösen könnte. Nördlich von Puerto Rico und der Dominikanischen Republik könnte der Hurrikan dann allmählich schwächer werden, prognostiziert das NHC. 

"Maria" zog in der Nacht an der Karibik-Insel St. Croix vorbei und bewegte sich zuvor mit Spitzenwindgeschwindigkeiten von bis zu 270 Kilometern pro Stunde auf Puerto Rico zu. 

"Bringt euch in Sicherheit"

Auf den Jungferninseln und Puerto Rico, die beide zum Territorium der USA gehören, appellierten die Behörden an die Bewohner, sich auf den Sturm vorzubereiten. "Wir haben in unserer jüngsten Geschichte nichts von vergleichbarer Größenordnung erlebt", warnte Puerto Ricos Gouverneur Ricardo Rosselló. Er rief die Bewohner dazu auf, sich schnellstmöglich in Schutzräumen in Sicherheit zu bringen. "Es bleibt noch Zeit, aber die Leute sollten sich beeilen", sagte er. Die Regierung habe 500 Schutzräume errichten lassen.

Rosselló teilte auf Twitter mit, dass bislang 11.229 Menschen und 580 Haustiere in den bereitgestellten Unterkünften gezählt worden seien. 

Der Flughafen der Hauptstadt San Juan solle geschlossen werden. In Gefahr sind alle dreieinhalb Millionen Puerto Ricaner. Meteorologen gehen davon aus, dass der Osten der Insel am stärksten von "Maria" betroffen sein wird. Bewohner müssen damit rechnen, dass ihre Häuser zerstört werden. Rettungskräfte sind aufgefordert, sich bei Windgeschwindigkeiten von 80 Kilometern pro Stunde selbst in Sicherheit zu bringen. US-Präsident Donald Trump erklärte den Notstand, damit möglichst schnell finanzielle und personelle Hilfen aus den USA eintreffen können. Trump bezeichnete "Maria" auf Twitter als "Monster-Hurrikan". Den Puerto Ricanern sprach er seine Unterstützung aus. "Seid vorsichtig, wir sind mit unseren Herzen bei euch - und werden da sein, um zu helfen." 

Guadeloupe Hurrikan Maria (Getty Images/AFP/C.-I. Calvados)

Der Sturm auf Guadeloupe

Erst "Irma", jetzt "Maria"

In der Nacht wurden durch den Hurrikan auf der zu Frankreich gehörenden Insel Guadeloupe mindestens zwei Menschen getötet. Zwei Bewohner gelten als vermisst. Die Windböen rissen die Dächer von einigen Häusern. Umgestürzte Bäume blockierten Straßen, wie die Verwaltung vor Ort via Twitter mitteilte. Etwa 80.000 Haushalte waren ohne Strom und die Küstengebiete im Süden überschwemmt. Zuvor hatte "Maria" schwere Zerstörungen auf der Karibikinsel Dominica angerichtet. Mindestens sieben Menschen kamen ums Leben. Diese Zahl sei bestätigt, sie könne aber noch weiter steigen, berichtete ein Berater von Premierminister Roosevelt Skerrit unter Berufung auf ein Telefonat mit ihm. 

Die Region, in der mehrere Millionen Menschen leben, kämpft immer noch mit den Auswirkungen von Hurrikan "Irma", der kürzlich die Karibik und den US-Bundesstaat Florida heimgesucht hatte. Durch "Irma" waren mehr als 80 Menschen ums Leben gekommen.

sam/cr (afp, dpa, rtr)

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