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Aktuell Amerika

Hurrikan "Isaac" prallt auf US-Küste

Sieben Jahre nach dem verheerenden Hurrikan "Katrina" rast wieder ein Wirbelsturm auf New Orleans zu. "Isaac" ist allerdings deutlich schwächer.

Begleitet von massiven Regenfällen hat der Hurrikan "Isaac" mit Windgeschwindigkeiten von rund 130 Stundenkilometern die Küste im Südosten des US-Bundesstaates Louisiana erreicht. Von einigen Stränden wurden bis zu drei Meter hohe Wellen gemeldet. Fernsehbilder zeigten tiefschwarze Wolken am Himmel, dicke Bäume bogen sich unter der Gewalt des Windes. Nach Informationen des TV-Senders CNN haben kräftige Windböen und Regengüsse zu Stromausfällen geführt, von denen zeitweise mehr als 200.000 Menschen betroffen waren.

New Orleans wartet auf den Sturm

In New Orleans waren die Straßen am Dienstagabend menschenleer. Die 127 knapp acht Meter hohen Fluttore der Stadt wurden verriegelt. Niedrig gelegene Gebiete von Louisiana und dem Nachbarstaat Mississippi ließen die Behörden vorsorglich evakuieren. Zwölf Spielcasinos an der Küste und der Flughafen von New Orleans wurden geschlossen.

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Hurrikan "Isaac" hält Kurs auf New Orleans

Nach Angaben von US-Experten wird "Isaac" möglicherweise noch etwas an Stärko gewinnen, jedoch nicht die zerstörerische Gewalt des Hurrikans von "Katrina" erreichen, der vor genau sieben Jahren mit Geschwindigkeit von mehr als 250 Kilometern pro Stunde über die Region an der US-Golfküste hinweg gebraust war. Rund 1800 Menschen waren 2005 bei der Naturkatastrophe ums Leben gekommen, weite Teile von New Orleans wurden verwüstet. Die Regierung des damaligen Präsidenten George W. Bush war wegen ihres zögerlichen Krisenmanagements massiv kritisiert worden.

Gefahr von Überflutungen

Auch wenn "Isaac" weiter in der niedrigsten von fünf Stärke-Kategorien für Hurrikane eingestuft ist, warnen die Behörden davor, den Sturm zu unterschätzen. Vor allem in flachen Küstenstrichen jenseits der Deiche könnten lebensgefährliche Fluten entstehen, hieß es in einer Mitteilung des US-Hurrikan-Zentrums in Miami.

US-Präsident Barack Obama verhängte den Ausnahmezustand über Louisiana und Teile von Mississippi. In einer Fernsehansprache aus dem Weißen Haus drängte Obama die Menschen in den bedrohten Gebieten dazu, den Aufforderungen zu Evakuierungen nachzukommen. "Jetzt ist es nicht an der Zeit, das Schicksal herauszufordern", betonte der Präsident. Das Auswärtige Amt in Berlin sprach eine Reisewarnung für die Region aus. Am Wochenende war "Isaac" über Haiti und die Dominikanische Republik hinweg gefegt. Dabei kamen nach jüngsten Angaben der Behörden 29 Menschen ums Leben.

wl/uh (dpa, dadp, rtr, afp)

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