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Kultur

Hurra, hurra, hurra!

Der sensationelle Einzug der südkoreanischen Fußball-Nationalmannschaft in das WM-Viertelfinale durch einen 2:1-Sieg über Italien hat für kollektiven Freudentaumel gesorgt. Die Italiener sehen das nicht ganz so gelassen.

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Der "Rote Wahnsinn" in Südkorea

Im Moment des Siegtreffers durch Frauen-Liebling Ahn Jung-Hwan in der 116. Minute wurde das 48 Millionen Einwohner zählende Land von einem gigantischen Feuerwerk erleuchtet.

Hunderttausende, die vor Großbildschirmen und an den bekannten Plätzen der großen Metropolen in den roten T Shirts mit der Aufschrift 'Be the Reds' das Spiel verfolgt hatten, intonierten immer wieder im Stakkato 'Dae Han Min Guk' ('Republik Korea').

Ausnahmezustand in Seoul

Der Verkehr in der Hauptstadt Seoul brach zusammen, Tausende stürmten auf und über die Straßen und machten wie schon fünf Tage zuvor nach dem letzten Vorrundensieg über Portugal (1:0) die Nacht zum Tag. Die 'Red Devils' hatten bereits Stunden vor dem Anpfiff überall in den Städten für Partystimmung gesorgt. Der Absatz der roten T-Shirts näherte sich der Neun-Millionen-Marke, selbst rote Schals fanden bei schwülwarmen 30 Grad reißenden Absatz.

Im riesigen COEX-Einkaufszentrum in Seoul hatten schon am frühen Nachmittag Hunderte von Fans vor jedem noch so kleinen Fernseher in den Geschäften Platz genommen und sich in Form gesungen. Dabei wurde aber überall Disziplin gewahrt.

Ausschreitungen in Rom

Wütende italienische Fans bewarfen in der Nähe des Hauptbahnhofs eine Gruppe von Südkoreanern, die den Sieg ihrer Mannschaft bejubelten, mit Wasserflaschen. Die Polizei musste eingreifen.

Und fernab der Heimat giftete Raffaele Ranucci, der Delegationsleiter der italienischen 'Squadra Azzurra', den Schiedsrichter: "Es ist nicht richtig, dass ein Land wie Italien so gedemütigt wird. Italien ist Opfer eines internationalen Komplotts geworden. Die Rote Karte war erfunden. So eine skandalöse Schiedsrichter-Leistung habe ich in 40 Jahren nicht gesehen." (sid)