1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Fußball

Hungrig auf die Sensation

Vier deutsche Klubs haben Chancen auf das Achtelfinale in der Europa League. Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen besitzen die beste Ausgangsposition. Der FC Augsburg muss historisch bisher Unmögliches schaffen.

Bundesliga Hannover Augsburg Jubel Ja-Cheol Koo (Foto: Getty Images/Bongarts/S. Franklin)

Augsburg freut sich auf Liverpool: gibts auch an der Anfield Road Grund zum Jubeln?

Ein Blick in die Fußball-Geschichtsbücher könnte der richtige Anreiz sein für Augsburg-Coach Markus Weinzierl und seine Mannschaft. Als krasser Außenseiter beim großen FC Liverpool unter Trainer Jürgen Klopp könnte ihnen gelingen, was dem FC Bayern München, Borussia Dortmund oder auch der legendären Fohlenelf der 1970er Jahre aus Mönchengladbach verwehrt blieb: ein Sieg an der Anfield Road. Der FC Liverpool hat noch nie ein Heimspiel gegen eine deutsche Mannschaft verloren. In 14 Spielen gab es elf Siege und drei Remis für die "Reds".

Markus Weinzierl Trainer FC Augsburg (Foto: (c) Imago/DeFodi)

Weinzierl: "0:0 für Liverpool gefährlich"

"Von so einem Stadion träumt man sein ganzes Leben: Camp Nou, Bernabeu und San Siro sind vielleicht noch einige Stadien, die genauso großes Prestige haben", schwärmte Tobias Werner. Aller Vorfreude zum Trotz braucht der FCA zumindest ein Tor für das direkte Weiterkommen. "Wichtig ist, dass wir uns nicht verstecken und gut dagegenhalten", betonte Kapitän Paul Verhaegh. "Wenn wir die Möglichkeit kriegen, müssen wir sie auch nutzen."

Dortmund träumt vom Finale in Basel

Mit breiter Brust fährt Borussia Dortmund zum Rückspiel nach Porto. "Das muss unser Tag werden! Das ist unser Anspruch", sagte der BVB-Trainer Thomas Tuchel. Nach dem 2:0 im Hinspiel stehen die Chancen für den Einzug ins Achtelfinale bestens, auch wenn alle ihrer Warnpflicht nachkommen. "Wir sind noch lange nicht durch", betonte Mats Hummels mit Blick auf die Partie. Nichtsdestotrotz scheint man in Dortmund aber auch das weitere Ziel schon im Blick zu haben: "Wir können einen langen Weg gehen", sagte Tuchel. Und Lukasz Piszczek träumt sogar schon davon, "am Ende einen Pokal in den Händen zu halten".

Für das Duell mit dem FC Porto muss Tuchel seine Innenverteidigung umstellen. Sokratis fällt für drei Wochen mit einem Muskelfaserriss aus. Für ihn wird wohl Neven Subotic zum Einsatz kommen. Tuchel erwartet im Estadio Dragao erheblich mehr Gegenwehr als im Hinspiel. "Wir brauchen noch mal eine Topleistung, um weiterzukommen. Porto bekommt Qualität zurück", sagte er. Portos Rechtsverteidiger Maxi Pereira und Mittelfeldspieler Danilo Pereira haben ihre Gelbsperre abgesessen.

Störfeuer in Leverkusen

Nach aller Unruhe wegen der Sperre für Trainer Roger Schmidt ist Bayer Leverkusen bemüht, sich auf die Europa League zu konzentrieren. Die Diskussionen sollen keinesfalls dazu führen, dass die Werkself ihre gute Ausgangsposition im Heimspiel gegen Sporting Lissabon doch noch verspielt. "Wir haben im Hinspiel zwar ein gutes Ergebnis erzielt, aber das Rückspiel kann noch sehr gefährlich werden", sagte Bayer-Routinier Stefan Kießling. Auch Karim Bellarabi, der in der vergangenen Woche den 1:0-Siegtreffer in der portugiesischen Hauptstadt erzielt hatte, ist trotz der guten Ausgangslage auf dem Papier noch etwas mulmig: "Wir dürfen uns von dem Sieg im Hinspiel nicht blenden lassen und müssen genauso konzentriert auftreten wie in Lissabon, wo wir wenig zugelassen haben."

jubel Javier Hernandez von Leverkusen (Foto: © Getty Images/Bongarts/M. Volkmann)

Schonn 22 Treffer in dieser Saison: Leverkusens Torgarant Chicharito ist gegen Lissabon wieder fit

Maßgeblich dafür verantwortlich war Abwehrchef Ömer Toprak, der wegen einer Verletzung fehlen wird, ebenso wie Spielgestalter Kevin Kampl. "Das ist bitter, Ömer war in einer bestechenden Form", klagte Schmidt, der für den Türken wohl den Griechen Kyriakos Papadopoulos an die Seite von Jonathan Tah in die Innenverteidigung beordert. Dafür kann Schmidt im Gegensatz zum Hinspiel wieder auf Torjäger Javier Chicharito Hernandez zurückgreifen.

Schalke braucht starken Auftritt

Andre Breitenreiter (Copyright: picture-alliance/dpa )

Schalke-Coach Breitenreiter: "Kein Gegentor zulassen."

Der FC Schalke 04 steht im Heimspiel gegen Schachtjor Donezk gehörig unter Druck. Das 0:0 aus dem Hinspiel lässt alles offen. Allerdings liegt der letzte Erfolg in einem K.o.-Spiel in der eigenen Arena schon vier Jahre zurück: Im Achtelfinale der Europa League gegen Twente Enschede gelang ein 4:1, danach gab es vier Heimpleiten mit 15 Gegentoren und jeweils das Aus - gegen Athletic Bilbao (2:4), Galatasaray Istanbul (2:3) und Real Madrid (1:6 und 0:2). "Die Null muss auf jeden Fall stehen", forderte daher Mittelfeldspieler Johannes Geis, "das ist das A und O." In der Bundesliga gelang dies zuletzt nicht - weder beim 1:2 beim FSV Mainz 05 noch am vergangenen Sonntag beim 1:1 gegen den VfB Stuttgart. "Donezk ist ähnlich wie Stuttgart eine Mannschaft mit guten Einzelspielern nach vorne", warnte Geis, "das wird extrem schwer."

Die Redaktion empfiehlt