Hungersnot zwingt zehntausende Somalier zur Flucht | Aktuell Afrika | DW | 10.02.2017
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Afrika

Hungersnot zwingt zehntausende Somalier zur Flucht

Durch die anhaltende Dürre am Horn von Afrika drohen hunderttausende Menschen zu verhungern. Verzweifelt suchen sie jetzt an anderer Stelle im Land nach Wasser und Weideflächen für ihr Vieh.

In der teilautonomen Region Puntland im Norden Somalias herrscht die schwerste Dürre seit mehr als 60 Jahren. Aber auch andere Teile des Landes sind stark betroffen. Zehntausende Familien sind nach Angaben der Hilfsorganisation Save the Children auf der Flucht. Die Anzahl der Menschen mit Mangelernährung habe bereits ein kritisches Ausmaß erreicht und werde sich in den nächsten Wochen weiter erhöhen, machten Helfer deutlich.

Mindestens 360.000 Kinder sind in Somalia akut mangelernährt, rund 70.000 von ihnen schweben in Lebensgefahr, wie die Vereinten Nationen nochmals betonten. Mehr als sechs Millionen Menschen werden laut Schätzungen bis Juni auf humanitäre Hilfe angewiesen sein.

Wochenrückblick KW 30/2011 Somalia Horn von Afrika Ostafrika Hungersnot Kind (dapd)

Ein unterernährtes Kind in einem Krankenhaus in Mogadischu

"Landschaft mit Ziegenkadavern übersät"

"Es sind die trockensten Bedingungen seit Jahrzehnten, und die Landschaft ist mit Ziegenkadavern übersät", berichtete der Landesdirektor von Save the Children in Somalia, Hassan Noor Saadi. "An manchen Orten sehen wir inzwischen auch tote Kamele - ein düsteres Vorzeichen für den Verlust von Menschenleben."

2011 habe es ähnliche Anzeichen gegeben, doch die Welt habe nicht schnell genug reagiert. Damals starben aufgrund einer schweren Hungersnot am Horn von Afrika etwa 260.000 Menschen.

se/fab (dpa, save the children, ap)

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