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Südamerika

Hungerrevolte in Venezuela

Wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise gibt es in Venezuela seit Monaten nicht genug Lebensmittel. Viele können sich durch die hohe Inflation nicht genug zum Essen kaufen. Es kommt immer wieder zu Plünderungen.

Venezuela Polizei vor Supermarkt (Reuters/M. Bello)

In der Hauptstadt Caracas werden Supermärkte von Polizisten bewacht

Wie der Abgeordnete Carlos Paparoni aus dem Anden-Bundesstaat Merida berichtete, hatten hungrige Menschen zuletzt am Donnerstag einen Lastwagen mit Mais überfallen sowie ein Lebensmittel-Lager und einen Supermarkt geplündert. Bereits seit mehreren Tagen nähmen Plünderer in der Stadt Arapuey Geschäfte und Warenhäuser ins Visier. Dabei sei es zu schweren Zusammenstößen zwischen den Plünderern und Soldaten gekommen. Vier Menschen wurden getötet und rund hundert festgenommen.

Venezuela leere Kühlregale im Supermarkt (Getty Images/AFP/J. Barreto)

Frisches Obst und Gemüse: Mangelware

Im Internet kursieren zudem Berichte, in denen Männer auf einer Weide Rinder erschlagen, um an Fleisch zu gelangen. Laut Paparoni wurden bereits rund 300 Tiere getötet. Offiziell konnten diese Angaben nicht bestätigt werden. Das Informationsministerium in der Hauptstadt Caracas reagierte nicht auf Anfragen.

Venezuela Supermarkt nach Plünderung (Reuters/W. Urdaneta)

Dort, wo Nahrungsmittel vorrätig sind wie hier in Puerto Ordaz, werden Lebensmittelgeschäfte geplündert

Venezuela steckt trotz seines Ölreichtums in einer tiefen Wirtschaftskrise, die Millionen Bürger in Armut versetzt hat. Lebensmittel sind ohnehin knapp. Nur in Caracas gibt es bisher kaum Engpässe. Auf dem Land kommt es seit Weihnachten aber immer häufiger zu Plünderungen.

Vertreter von Regierung und Opposition trafen sich derweil abermals in der Dominikanischen Republik, um einen Ausweg aus der Krise zu finden, bevor in diesem Jahr die Präsidentschaftswahl stattfindet.

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Hungersnot in Venezuela (14.08.2017)

uh/kle (afp, rtr)

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