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Afrika

Hungerkrise in Westafrika

In den ehemals von der Terrororganisation Boko Haram besetzten Gebieten droht eine alarmierende Hungersnot. Etwa elf Millionen Menschen in Nigeria, Kamerun, dem Tschad und Niger sind nach Angaben der UN betroffen.

Südsudan Hunger Behinderung von Hilfsorganisationen (Getty Images/AFP/Stringer)

Über eine halbe Millionen Kinder leiden unter der Hungerkrise

Durch den Rückzug der nigerianischen Islamisten und die verbesserte Sicherheitslage haben Hilfsorganisationen seit kurzer Zeit wieder Zugang zu den Gebieten in Westafrika. Dadurch werde das tatsächliche Ausmaß der Krise immer deutlicher, erklärte der UN-Nothilfekoordinator für den Sahel Toby Lanzer.

Mehr als eine halbe Millionen Kinder betroffen

Besonders kritisch sei die Lage für rund 515.000 Kinder in dem Gebiet rund um den Tschad-See. Sie sind demnach vom Hungertod bedroht. "Wenn sie nicht die Hilfe, die sie brauchen, rechtzeitig bekommen, werden sie sterben", erklärte Lanzer. Zusätzlich verwies er darauf, dass etwa 7,1 Millionen Menschen von nur einer Mahlzeit am Tag lebten.

Bei einer internationalen Geberkonferenz in der norwegischen Hauptstadt Oslo im nächsten Monat hoffen die Vereinten Nationen Gelder im Wert von über einer Milliarde Dollar einnehmen zu können.

Boko Haram versteht sich als Teil der Terrormiliz „Islamischer Staat“. Einem sieben Jahre andauernden Aufstand fielen mehr als 20.000 Menschen zum Opfer, über zwei Millionen wurden vertrieben. Schockiert war die Welt von einer Entführung im Jahr 2014. Damals verschleppte die Terrormiliz knapp 300 Schülerinnen. Einer Koalition westafrikanischer Armeen ist es kürzlich gelungen, die Kämpfer zurückzudrängen.

pf/jj (ap,epd)