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Aktuell Asien

Hunderttausende verabschieden Papst Franziskus auf den Philippinen

Papst Franziskus hat seine Asien-Reise mit Besuchen in Sri Lanka und auf den Philippinen beendet und den Rückflug nach Rom angetreten. Auf der Fahrt zum Flughafen bei Manila jubelten ihm noch einmal Hunderttausende zu.

Auf dem Luftwaffenstützpunkt Villamor bei Manila wurde er vom philippinischen Staatspräsidenten Benigno Aquino mit einem kurzen Zeremoniell verabschiedet. Dazu waren neben Manilas Kardinal Luis Tagle und weiteren kirchlichen Würdenträgern noch einmal Tausende Gläubige zum Flughafen gekommen. 700 ehemalige Straßenkinder hatten für die Verabschiedung auf dem Flughafen eine kleine Choreografie einstudiert. Franziskus hatte sich während seiner Reise besonders für ihre Rechte stark gemacht.

Auch den letzten gut zehn Kilometer langen Weg des Papstes von seinem Quartier in der Vatikanbotschaft zum Flughafen säumten wieder unzählige Menschen. Anders als am verregneten Wochenenden schien die Sonne. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche fuhr nicht im dunklen Wagen, sondern im offenen Papamobil.

Der Papst der Massen

Das Programm des Papstes auf den Philippinen hatte am Donnerstag begonnen. Einer der Höhepunkte des Besuchs war am Samstag die Begegnung mit Bewohnern der Insel Leyte, die von dem Taifun vor 14 Monaten besonders stark betroffen war. Heftiger Regen zwang Franziskus jedoch zu einer vorzeitigen Abreise. Die Visite des Papstes dort wurde zudem vom Unfalltod einer 27-jährigen Gottesdienstteilnehmerin überschattet.

Der zweite Höhepunkt war am Sonntag die Messe in der Hauptstadt Manila, zu der nach Schätzungen etwa sechs Millionen Menschen kamen. Auch hier, wie zuvor in Tacloban, begeisterte der Papst, weil er wie die Gläubigen einen Plastikregenmantel überzog. Fast 80 Prozent der Einwohner der Philippinen sind Katholiken.

Die siebte Auslandsreise

Zuvor war Franziskus während seines Besuchs in Sri Lanka auch mit dem neugewählten Präsidenten Maithripala Sirisena zusammengetroffen. Größte Veranstaltung während des Aufenthalts am Dienstag und Mittwoch war die Heiligsprechung des Missionars Joseph Vaz (1651-1711). Mehrfach mahnte Franziskus die ethnischen und religiösen Gruppen Sri Lankas zur Aussöhnung, so auch bei einer Visite in der ehemaligen Bürgerkriegsregion im Norden. Im mehrheitlich buddhistischen Sri Lanka sind die Katholiken lediglich in der Minderheit.

Es war die siebte Auslandsreise und die zweite Asienreise des Papstes in seiner knapp zweijährigen Amtszeit.

gmf/as (afp, dpa, kna)