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Gesundheitskrise

Hunderte Tote durch Meningitis-Epidemie in Nigeria

Ein neuer Erregertyp und fehlende Impfstoffe sorgen für einen massenhaften Ausbruch von Hirnhautentzündungen. Vor allem Kinder und Jugendliche sind laut WHO betroffen.

Nigeria | Krankenhaus in Abuja (Getty Images/AFP/Stringer)

Das nationale Krankenhaus in Nigerias Hauptstadt Abuja (Archivbild)

Binnen fünf Monaten sind durch eine Meningitis-Epidemie in Nigeria 328 Menschen gestorben. Insgesamt hätten sich mehr als 2500 Menschen infiziert, teilte das Gesundheitsministerium in der nigerianischen Hauptstadt Abuja mit. Nach Regierungsangaben sind 90 Bezirke in 16 Bundesstaaten des westafrikanischen Landes von der Epidemie betroffen.

Die Hälfte der Erkrankten sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) Kinder im Alter zwischen fünf und 14 Jahren. Männer wie Frauen seien gleich stark betroffen. Nach Angaben der WHO brach die Epidemie vor knapp 3 Monaten aus. Seit Dezember hätten fünf nigerianische Bundesländer über tausend Fälle mit  einer Sterberate von 15 Prozent gemeldet. Zentrum der Epedemie seien die Länder Zamfara, Katsina und Sokoto.

Meningitis ist in den Ländern der Sahelzone besonders verbreitet, doch im aktuellen Fall handelt es sich um einen neuen Erregertyp, der erstmals zu einer Epidemie in Nigeria führte. Im Zuge einer großangelegte Impfkampagne der WHO sollen in den kommenden Tagen 500.000 Impfdosen in Nigeria eintreffen. Doch nach Behördenangaben werden allein in dem besonders schwer betroffenen Bundesstaat Zamfara drei Millionen Impfungen benötigt.

myk/hf (afp, WHO)