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Aktuell Asien

Hunderte Tote bei Wirbelsturm in Bangladesch

Der Zyklon mit Windgeschwindigkeiten von 240 Kilometern kostete über 800 Menschen das Leben. Die Behörden in Bangladesch befürchten, dass die Zahl der Toten noch steigt.

Weinende Frau (AP Photo/Pavel Rahman)

Diese Frau verlor wie viele andere tausend Menschen ihre Hütte

Zerstörte Hütte (AP Photo/Pavel Rahman)

Der Wiederaufbau wird lange dauern

Die Zahl der Toten bei dem verheerenden Zyklon "Sidr" in Bangladesch ist nach offiziellen Angaben auf mehr als 800 gestiegen. Nach Meldungen von Nachrichenagenturen liegt die Zahl der Toten nach inoffziellen Schätzungen bei mehr als 1100. Außerdem würden rund 3000 Fischer auf hunderten Booten seit dem Unwetter vermisst. Der Zyklon wurde inzwischen zu einem tropischen Sturm heruntergestuft.

Die Schäden sind verheerend

An der Küste hatte der Zyklon in der Nacht zum Freitag eine fünf Meter hohe Welle verursacht, die drei Orte verwüstete. Der Sturm zerstörte mehrere tausend Stroh- und Lehmhütten. Bäume wurden entwurzelt und Strommasten umgeknickt. Im ganzen Land fiel der Strom über Stunden aus. In 15 Küstenbezirken wurde die Ernte vernichtet. Am schwersten betroffen ist der Distrikt Patuakhali an der Küste im Süden.

Der Zyklon auf einem Satelliten-Foto der NASA. (AP Photo/NASA)

Der Zyklon auf einem Satelliten-Foto der NASA.

Angesichts der Gewalt des Sturms flohen 650.000 Dorfbewohner aus den Küstengebieten ins Landesinnere. Die meisten Todesopfer gab es in den Bezirken Barisal und Bagerhat. Viele Bewohner wurden von umstürzenden Bäumen erschlagen. Auch in der Hauptstadt Dhaka wurden mehrere Menschen verletzt.

Vom Zyklon zum Tropischen Sturm

Am Freitag schwächte sich das Unwetter ab, während die Sturmfront nach Nordosten ins Landesinnere weiterzog. In den beiden größten Häfen Chittagong und Mongla war der Betrieb aber noch unterbrochen. Die Ostküste Indiens blieb von "Sidr" verschont.

Der Chef der Übergangsregierung, Fakhruddin Ahmed, flog am Freitag gemeinsam mit Armeechef Moeen Ahmed ins Katastrophengebiet, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Örtliche Medien berichteten, die Opferzahl werde vermutlich weiter steigen. Das südasiatische Land wird häufig von Zyklonen heimgesucht. Bei einem schweren Sturm im Jahr 1970 kamen mehr als 500.000 Menschen ums Leben. (mas/leix)

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