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Aktuell Deutschland

Hunderte Lufthansa-Flüge annulliert

Passagiere der Lufthansa sind seit dem frühen Morgen von massiven Flugausfällen betroffen. An mehreren deutschen Flughäfen gibt es Warnstreiks, zu denen die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hat. Schwerpunkt ist Frankfurt.

Auch in München und Düsseldorf legten Lufthansa-Beschäftigte die Arbeit nieder, wie Sprecher der Gewerkschaft und des Unternehmens bestätigten. An weiteren Flughäfen waren Warnstreiks geplant. Die Fluggesellschaft hatte bereits vorsorglich für diesen Donnerstag sämtliche Deutschlandflüge und fast den gesamten Europaverkehr bis zwölf Uhr mittags gestrichen, insgesamt knapp 700 Verbindungen. Der Interkontinentalverkehr sollte aufrechterhalten werden.

Die Gewerkschaft will mit den Streikaktionen in den laufenden Tarifverhandlungen der Lufthansa vor Beginn der zweiten Verhandlungsrunde am Freitag in Frankfurt am Main den Druck auf den Konzern erhöhen.

Ein Konzernsprecher kündigte an, Lufthansa biete Betroffenen an, kostenfrei zu stornieren oder umzubuchen. Passagiere können sich im Internet auf der Homepage der Lufthansa über den Status ihres Fluges erkundigen. Germanwings, ein Tochter-Unternehmen der Lufthansa, muss wegen der Warnstreiks nach eigenen Angaben keine Flüge streichen. Allerdings sei am Donnerstag mit Verzögerungen bei der Abfertigung sowie mit Verspätungen zu rechnen, teilte Germanwings mit.

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Warnstreik bei der Lufthansa

Arbeitgeber blocken ab

In der ersten Tarif-Gesprächsrunde hätten die Arbeitgeber einen "völlig inakzeptablen Forderungskatalog" vorgelegt, erklärte Christine Behle, Mitglied im Bundesvorstand von Verdi. Dieses habe neben einer Nullrunde bis Januar 2015 auch eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit um eine Stunde vorgesehen. Gleichzeitig sollen laut Verdi bis Januar 2015 auch Steigerungsstufen bei den Mitarbeiterentgelten ausgesetzt werden. Vorgesehen sei daneben, dass Teile der Bezahlung der Mitarbeiter vom Geschäftserfolg abhängig gemacht werden. Verdi habe diese Forderungen abgelehnt.

Die Tarifverhandlungen bei der Lufthansa hatten Ende Februar begonnen. Verdi fordert für rund 33.000 Beschäftigte des Konzerns 5,2 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Gewerkschaft will daneben Verbesserungen für die Auszubildenden der Fluggesellschaft. Auch das Thema Beschäftigungssicherheit steht für die Gewerkschaft auf der Tagesordnung.

Airline auf Sparkurs

Die Lufthansa, Deutschlands größte Fluggesellschaft, durchläuft derzeit ein Sparprogramm. Der Konzern will unter anderem weltweit 3500 Stellen streichen, vor allem in der Verwaltung. Dadurch soll zusammen mit anderen Schritten das Konzernergebnis im laufenden Geschäftsjahr um 1,5 Milliarden Euro verbessert werden.

qu/re (dpa, afp)

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