Hund auf Asylbewerberin gehetzt | Aktuell Deutschland | DW | 10.01.2018
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Dresden

Hund auf Asylbewerberin gehetzt

In Dresden haben Unbekannte einen Hund auf eine 19-jährige Asylbewerberin aus Äthiopien gehetzt. Sie erlitt Bissverletzungen und einen Schock. Der Angriff war offensichtlich fremdenfeindlich motiviert.

Das Opfer war nach Angaben des sächsischen Landeskriminalamtes an einer Straßenbahnhaltestelle im Stadtteil Gorbitz zunächst aus einer Personengruppe heraus beschimpft worden. Zu der Gruppe habe auch eine Hundehalterin gehört, die ihr Tier schließlich abgeleint und auf die junge Frau losgelassen habe.

Als die Asylbewerberin fliehen wollte, fiel der Hund sie demnach von hinten an und riss sie zu Boden. Beim Versuch, das Tier abzuwehren, sei die Frau gebissen worden. Erst ein Passant habe die Hundehalterin dazu gebracht, das Tier zurückzurufen. Die Äthiopierin erlitt den Angaben zufolge neben leichten Bissverletzungen auch einen Schock.

Zeugen gesucht

Die Ermittlungen übernahm das neue Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ). Es sucht nun nach Zeugen. Über den oder die Angreifer ist bislang nichts bekannt. 

Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange zeigte sich entsetzt von der Tat. "Einen Hund auf eine 19-jährige Frau zu hetzen und dabei zuzusehen, wie dieser sie verletzt, ist ein abscheuliches Maß an Brutalität, das ich scharf verurteile", so die SPD-Politikerin.

gri/fab (dpa, afp)