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Pressemitteilungen

Hubertus Schmoldt: Wenden uns nicht gegen Zusammenschluss von Aventis und Sanofi-Synthelabo

Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie im Interview mit DW-TV


"Wir wenden uns nicht gegen den Zusammenschluss der beiden Unternehmen. Wir wenden uns gegen die Absicht, das im Rahmen einer feindlichen Übernahme zu tun." Das sagte der Vorsitzende der IG Bergbau, Chemie,
Energie, Hubertus Schmoldt, in einem Interview mit DW-TV. Er bezog sich auf die geplante Übernahme des deutsch-französischen Pharma-Unternehmens Aventis durch den französischen Konkurrenten Sanofi-Synthelabo.


Bei einer feindlichen Übernahme sei weiterhin mit dem Verlust von Arbeitsplätzen in Deutschland zu rechnen, auch wenn "seinerzeit durch den Zusammenschluss von Hoechst und Rhône-Poulenc zu Aventis neue Arbeitsplätze entstanden sind". Schmoldt: "Damals war es eine freiwillige Verabredung der beiden Unternehmen. Im Moment geht es darum, dass mit Sanofi ein kleineres Unternehmen im Rahmen einer feindlichen Übernahme das fast doppelt so große Unternehmen Aventis übernehmen will. Das wird am Ende nur über den Preis an der Börse möglich sein." Das bedeute, dass der Druck zunehme, Kosten zu sparen, "und das geht dann ganz erheblich zu Lasten der Beschäftigten und das im Wesentlichen in Deutschland".


Das Argument, nur große Pharmafirmen seien international überlebensfähig, lasse er nicht gelten. "Größe allein bringt noch nicht die innovativen Medikamente. Wir haben sowohl in Deutschland als auch in Frankreich eine Fülle erfolgreicher kleinerer Pharmaunternehmen, und das wäre auch eine Chance für Aventis", so Schmoldt im deutschen Auslandsfernsehen.

11. Februar 2004
028/04

  • Datum 11.02.2004
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  • Permalink http://p.dw.com/p/4fFi
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