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Aktuell Welt

Hubble zeigt die kosmische Kinderstube

So tief hat die Menschheit noch nie ins Weltall gesehen: Das Weltraumteleskop Hubble hat tausende Galaxien sichtbar gemacht. Die Bilder zeigen eine Zeit, als das Universum noch jung war.

Die Wissenschaftler des US-amerikanischen Weltraumteleskop-Forschungsinstituts STScl sind begeistert: Mit der Langzeitbelichtung "Hubble extreme Deep Field" (XDF) enthüllte das Weltraumteleskop rund 5500 Galaxien. "Das XDF ist die tiefste Himmelsaufnahme, die je erzielt wurde und enthüllt die schwächsten und fernsten Galaxien, die je beobachtet wurden", sagt Weltraumexperte Gart Illingworth von der Universität Kalifornien in Santa Cruz.

Mehr als 50 Mal in den vergangenen zehn Jahren kehrte Hubble zu demselben Ziel zurück. Etwa 555 Stunden lang beobachtete es einen Bereich, der nur einen Bruchteil so groß ist wie der Vollmond.

Die rund 5500 neu enthüllten Galaxien sind auf der Aufnahme vergleichsweise jung (Foto: dpa)

Die rund 5500 neu enthüllten Galaxien sind auf der Aufnahme vergleichsweise jung

Die enthüllten Galaxien seien bis zu 13,2 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt, sagen die Forscher. Da sie davon ausgehen, dass das Universum 13,7 Milliarden Lichtjahre alt ist, zeigen die Bilder eine Zeit, als diese Galaxien noch sehr jung waren - erst 450 Millionen Jahre. Dieser Blick in die Vergangenheit entsteht, weil das Licht so lange gereist ist, bis es bei Hubble ankam. "Es ermöglicht uns, weiter zurück in der Zeit zu spähen als jemals zuvor", so Experte Illingworth.

pt/nis (dpa, rtr)