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Bundesliga

HSV und Mainz weiter im Abstiegssumpf

Krampf statt Kampf: Der Hamburger SV und der ebenfalls abstiegsbedrohte FSV Mainz liefern eine Nullnummer ab. Das heißt: Beide Teams müssen bis zum letzten Spieltag zittern. Und der FC Schalke verliert erneut.

Verlieren verboten - das  war das Motto für das Duell der beiden Abstiegskandidaten, dem Hamburger SV und dem FSV Mainz 05. Und so endete das zähe, verkrampfte Spiel verdient 0:0. Einen Zähler für jeden also. Da beide punktgleich auf dem Relegationsplatz stehen, war das Ergebnis im doppelten Sinne ein Nullsummenspiel. Die Nullfünfer sind jedoch im Vorteil, haben sie doch ein deutlich besseres Torverhältnis, das bei nur noch zwei ausstehenden Spielen ausschlaggebend sein könnte für den Ligaverbleib.

"Der Punkt ist auf jeden Fall zu wenig. Schade, dass wir nicht gewonnen haben", sagte HSV-Sportdirektor Jens Todt gegenüber dem Fernsehsender Sky. "Es kann aber noch ein wertvoller Punkt sein. Kämpferisch war es ein großer Schritt nach vorn." Sein Mainzer Kollege Rouven Schröder meinte: "Man hat gesehen, dass beide Mannschaften Riesendruck haben. Wir stehen vor Hamburg, und das zählt."

1. Bundesliga 32. Spieltag | Hamburger SV vs. 1. FSV Mainz 05 (picture-alliance/dpa/C. Gateau)

Cordoba (l.): bester Mainzer Spieler

Die erste und eine der wenigen guten Chancen hatten die Nullfünfer durch Cordoba bereits in der siebten Minute. Der Mainzer Stürmer nahm den Ball sehenswert an der Strafraumgrenze an und zog sofort flach ab. Hamburgs Schlussmann Christian Mathenia reagierte aber super und war ganz schnell unten. Auch den Abpraller durch den heraneilenden Yoshinori Muto parierte er stark.  

Kurzfristiges Trainingslager

Der Hamburger SV wollte "fokussiert und mit gebündelten Kräften" in diese Partie gehen, hatte dessen Vorstandschef Heribert Bruchhagen erklärt. Deshalb hatten das Team und der Trainerstab von Donnerstag bis Samstag ein Kurztrainingslager rund 90 Kilometer von zu Hause entfernt absolviert. "Es geht darum, dass wir noch einmal extrem zusammenrücken wollen, den Geist zu beschwören, der uns ausgezeichnet hat", so Trainer Markus Gisdol.

Aber der einzige Geist, der in diesem Spiel beschworen wurde, war das Abstiegsgespenst. Nach einer munteren Anfangsviertelstunde entwickelte sich das Spiel - wie in dieser Situation zu erwarten war - zu einer zähen Kaugummi-Partie: viele Fehlpässe, wenig Struktur, wenig Spielfluss und sehr wenige gute Torchancen.

Zu viel Angst, zu wenig Risiko

In der 39. Minute fiel Aaron Hunt im Strafraum und die Hamburger Fans wähnten sich schon im Elfmeterglück. Aber Schiedsrichter Daniel Siebert hatte sehr gut beobachtet, dass Stefan Bell Hunt gar nicht berührt hatte. Der HSV-Profi beschwerte sich auch nicht über diese Entscheidung und konnte froh sein, dass er für sein theatralisches Fallen nicht die Gelbe Karte sah.

Die zweite Halbzeit war nicht viel anders als die erste. Beiden Teams war anzumerken, dass sie Angst hatten, das Spiel zu verlieren. Kaum jemand traute sich ins Eins-gegen-Eins-Spiel, lieber wurde noch mal ein Rück- als ein risikoreicher Pass gespielt. Was jedoch in den zweiten 45 Minuten hinzukam: viele lange Bälle - die jedoch zu oft nicht beim eigenen Mann ankamen.

HSV: Schon wieder Relegation?

Eine strittige Schiedsrichterentscheidung gab es in der 74. Minute, als der Mainzer Giulio Donati einen Ball von Filip Kostic aus kurzer Distanz mit dem Arm abwehrte. Eine natürliche Abwehrbewegung, aber trotzdem ging der Arm hoch und lag nicht am Körper an. Aber Schiedsrichter Siebert sah das anders.

Das 0:0 hatte jedoch auch etwas Gutes für beide Teams. Durch den Punktgewinn vergrößern sie den Abstieg auf den Tabellenvorletzten FC Ingolstadt und dem damit verbundenen direkten Abstiegsplatz auf vier Punkte. Und: Der VfL Wolfsburg und der FC Augsburg sind noch zwei Punkte entfernt. Es ist also durchaus noch möglich, durch Siege in den letzten zwei verbleibenden Spielen der Relegation zu entgehen.

13. Saison-Niederlage für Schalke

Bundesliga SC Freiburg - FC Schalke 04 (picture alliance/dpa/P. Seeger)

Niederlechner gelingt ein Doppelpack

Im zweiten Sonntagsspiel setzte sich der SC Freiburg überraschend deutlich mit 2:0 (2:0) gegen den FC Schalke 04 durch. Beide Tore erzielte Florian Niederlechner (22. und 31. Minute nach Foulelfmeter). Während der Aufsteiger dadurch weiterhin gute Chance auf einen Europapokalplatz hat, bleiben die Gelsenkirchener weiterhin im Tabellenmittelfeld und damit weit hinter den eigenen Erwartungen.

Bereits am Samstag setzte sich Borussia Dortmund mit 2:1 gegen Hoffenheim durch und verdrängte die TSG damit von Platz drei. Bayern München mühte sich zum 1:0-Sieg gegen den SV Darmstadt, der damit als erster Absteiger fest steht. Borussia Mönchengladbach und der FC Augsburg trennten sich 1:1. Ebenfalls 1:1 spielten der FC Ingolstadt und Bayer Leverkusen. Eintracht Frankfurt unterlag dem VfL Wolfsburg mit 0:2. Und der FC Köln triumphierte am Freitag zum Auftakt des 32. Spieltags mit 4:3 über Werder Bremen.

Wenn Sie noch einmal die entscheidenden Spielszenen der Sonntags-Begegnungen nachlesen möchten, können Sie das in unserem Liveticker tun.

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