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Fußball

HSV siegt, Wolfsburg muss zittern

Der Hamburger SV hat seine Chancen auf das Erreichen des Halbfinales in der Europa League gewahrt, der VfL Wolfsburg muss dagegen zittern. Der HSV setzte sich gegen Lüttich durch, Meister Wolfsburg verlor in Fulham.

Hamburgs Mladen Petric (l) schießt auf das Tor von Vitor Ramos gehütetet Tor der Lütticher (Foto: AP)

Petric und Co. rehabilitierten sich auf internationaler Bühne

Der Hamburger SV darf weiter vom Finale im eigenen Stadion träumen, der deutsche Fußball-Meister VfL Wolfsburg muss in der Europa League hingegen einen Rückstand aufholen: Im Viertelfinal-Hinspiel besiegte der HSV den belgischen Champion Standard Lüttich mit 2:1 (2:1), während Wolfsburg mit 1:2 (0:0) beim FC Fulham unterlag. Alexander Madlung erzielte dabei in der 89. Minute den wichtigen Auswärtstreffer für die "Wölfe".

HSV mit Doppelschlag vor der Pause

Die Hamburger Jerome Boateng (r) und David Jarolim kämpfen mit dem Lütticher Dieumerci Mbokani um den Ball (Foto: AP)

Zweikampfstark: Die HSVer Jarolim (links) und Boateng

Der HSV gewann das Viertelfinal-Hinspiel gegen Lüttich glücklich mit 2:1. Mladen Petric mit einem Foulelfmeter in der 43. Minute sowie Ruud van Nistelrooy (45.), der sein 62. Tor in einem Europacupspiel erzielte, drehten das Spiel nach der Führung der belgischen Gäste durch Dieumerci Mbokani (30.) und verschafften dem HSV damit eine akzeptable Ausgangsposition für das Rückspiel. Nach dem peinlichen Auftritt bei der Bundesliga-Niederlage zuletzt in Mönchengladbach hatte es ein Krisengespräch zwischen Mannschaft, Trainer und Vereins-Spitze gegeben. Doch der Bundesliga-Sechste konnte die Trendwende nicht wirklich einleiten. Zu verhalten spielten die Hamburger über weite Strecken und ließen dem in dieser Saison enttäuschenden zehnmaligen belgischen Titelträger, der als Tabellen-Achter nur noch um die Teilnahme an der Europa League kämpft, viel zu viel Raum.

"Eine Stadt, ein Finale, ein Ziel" stand in großen Lettern auf einem Plakat, das an der Haupttribüne des HSV-Stadions hing. Das große Ziel, das Endspiel der Europa League am 12. Mai in der eigenen Arena, sollte Spieler und Fans zusätzlich motivieren. "Wir haben nach dem 0:1 sehr couragiert gespielt und unser Spiel durchgezogen. Dafür hat sich die Mannschaft ein Kompliment verdient. Wir haben nun in Lüttich eine große Chance", sagte Matchwinner van Nistelrooy. Und Petric meinte: "Das ist sicher kein optimales Ergebnis, aber wir sind immer in der Lage, auswärts ein Tor zu schießen."

Wolfsburg mit Last-Minute-Treffer

Alexander Madlung hat den Traum vom ersten internationalen Titel für den deutschen Meister VfL Wolfsburg am Leben gehalten. Der Innenverteidiger erzielte im in der 89. Minute bei der 1:2-Niederlage der Niedersachsen beim FC Fulham den wichtigen Anschlusstreffer. Damit haben die "Wölfe" im Rückspiel in der kommenden Woche alle Möglichkeiten, das Halbfinale zu erreichen. Für VfL-Trainer Lorenz-Günther Köstner war es im fünften Europacupspiel aber die erste Niederlage. "Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht. Der späte Treffer verschafft uns aber eine gute Ausgangsposition. Wir haben schon gezeigt, dass wir so etwas drehen können", sagte Manager Dieter Hoeneß.

Wolfsburgs Zvjezdan Misimovic schießt den Ball (Foto: AP)

Auch Wolfsburgs Spielmacher Misimovic konnte die Niederlage nicht verhindern

Die Tore von Bobby Zamora (59. Minute) und Damien Duff (63.) schockten zunächst die Wolfsburger. Dabei hatten die Gäste vor 22.301 Zuschauern im Stadion Craven Cottage eine knappe Stunde lang durchaus gut mitgehalten und durch Edin Dzeko (50.) und Grafite (51.) sogar zweimal selbst die Chance zur Führung gehabt. Torschütze Madlung räumte Mängel im Abwehrverhalten der Wolfsburger ein - nicht zuletzt vor dem Führungstreffer der Hausherren. "Ein blöder Fehler, der uns nicht passieren darf. Das müssen wir im Rückspiel besser machen." Nach seinem Kopfballtor war der Verteidiger aber erleichtert: "Gott sei Dank hat es mal wieder in einem wichtigen Spiel geklappt. Ich bin sehr glücklich."

Deutsches Halbfinale weiter möglich

In den weiteren Partien trennten sich der FC Valencia und der spanische Ligarivale Atletico Madrid 2:2 (0:0). Außerdem gewann Benfica Lissabon gegen den FC Liverpool 2:1 (0:1). Die Rückspiele finden am kommenden Donnerstag (08.03.2010) statt, die Sieger der beiden Duelle treffen im Halbfinale aufeinander. Das Endspiel steigt am 12. Mai in der Hamburger WM-Arena.

Autor: Arnulf Boettcher (dpa, sid)
Redaktion: Olivia Fritz

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