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Fußball

HSV folgt Bremen ins Viertelfinale

Hamburg steht dank einer tollen kämpferischen Leistung im Viertelfinale des UEFA-Cups. Der HSV setzte sich trotz Rückstand noch mit 3:2 gegen Galatasaray Istanbul durch. Bremen hatte sich bereits am Mittwoch qualifziert.

Hamburgs Ivica Olic (rechts) kämpft um den Ball mit Harry Kewell und Morgan De Sanctisv on Galatasaray Istanbul. (Foto: AP)

Kampf um jeden Ball: Olic (r.)

Die Taktik der Hamburger war durch das 1:1 im Hinspiel quasi vorgegeben: Im Auswärtsspiel bei Galatasaray Istanbul auf Angriff spielen - und das taten sie auch. Forsch, selbstbewusst und laufstark. Dadurch hatte der HSV einige Torchancen, die beste vergab Ivica Olic in der sechsten Minute, der Kroate köpfte den Ball knapp über das Tor. Nach einer halbe Stunde kamen die Türken immer besser ins Spiel. Die Führung für Galatasaray war dann aber trotzdem glücklich: Jerome Boateng foult Milan Baros im Strafraum, Harry Kewell verwandelt den fälligen Elfmeter in der 42. Minute souverän.

Angestachelt von den eigenen Fans begann Galatasaray die zweite Hälfte selbstbewusst und offensiv. Folgerichtig das 2:0 in der 48. Minute - ein wunderschönes Tor: Arda kommt an der Sechzehnergrenze an den Ball, zieht mit einer Körpertäuschung drei Mann auf sich und steckt den Ball zu Baros durch. Der Tscheche überlupft dann HSV-Torwart Frank Rost. Doch der HSV gab sich trotz des Rückstandes nicht auf und wurde belohnt: Der Anschlusstreffer in der 57. Minute. Jonathan Pitroipa passt auf José Paolo Guerrero und der schießt den Ball aus knapp 18 Metern zentraler Position ins obere linke Eck.

Guerrero war der Matchwinner

Großer Jubel in Bremen: die Werderaner setzten sich gegen St. Etienne durch (Foto: AP)

Jubel auch in Bremen

Danach erhöhte Hamburg den Druck, spürte, dass das Erreichen des Viertelfinales durchaus noch drin war. Und nur drei Minuten später machte Guerrero tatsächlich das zweite Tor: Der Peruaner setzt sich gegen drei Gegenspieler durch und vollendet mit einem wuchtigen Schuss. Jetzt war Galatasaray plötzlich unter Zugzwang. Istanbul drückte, Hamburg konterte. In der 82. Minute eine Riesenchance für Olic. Doch der trifft nur den rechten Pfosten. Großes Zittern war für alle HSV-Fans nun angesagt, aber die Mannschaft von Trainer Martin Jol kämpfte und in der letzten Spielminute machte Olic alles klar. Nach einem Pass von Marcell Jansen lupft der Kroate den Ball aus dem Lauf ins Tor. "Typisch Olic", kommentierte Martin Jol den Treffer nach dem Spiel. Und Matchwinner Guerrero sagte: "Heute ist ein besonderer Tag."

Mit diesem Sieg folgt Hamburg Werder Bremen, das bereits am Mittwochabend gespielt hatte, in das UEFA-Cup-Viertelfinale. Nach dem 1:0-Hinspielerfolg reichte der Mannschaft von Thomas Schaaf im Rückspiel bei St. Etienne ein 2:2-Unentschieden. Nach zwei frühen Kopfballtoren von Sebastian Prödl und Claudio Pizarro gingen die Bremer verdient mit 2:0 in die Halbzeitpause. Dann aber legten sie den Schongang ein und die Franzosen kamen noch zum Ausgleich. Über die zwei Gegentore ärgerte sich später Bremens Manager Klaus Allofs: "Ich hätte mir gewünscht, dass wir in der zweiten Halbzeit souveräner aufgetreten wären und gewonnen hätten. Aber letztendlich sind wir eine Runde weiter und deshalb bin ich zufrieden."

Die weiteren Ergebnisse:

Metalist Charkow - Dynamo Kiew 3:2 (Hinspiel 0:1)

Schachtjor Donezk - ZSKA Moskau 2:0 (Hinspiel 0:1)

Zenit St. Petersburg - Udinese Calcio 1:0 (Hinspiel 0:2)

Aalborg BK - Manchester City 3:4 i.E. (Hinspiel 0:2)

SC Braga - Paris St. Germain 0:1 (Hinspiel 0:0)

Ajax Amsterdam - Olympique Marseille 2:2 n.V (Hinspiel 1:2)


Autorin: Sarah Faupel / Redaktion: Benjamin Wüst

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