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Wirtschaft

HSBC streicht Zehntausende Jobs

Europas größte Bank HSBC läutet die nächste Sparrunde ein. Geschäftsteile werden verkauft, bis zu 50.000 Stellen sollen wegfallen.

Video ansehen 03:18

Swiss-Leaks - die Geldwäschemechanismen der HSBC (25.02.2015)

Europas größte Bank HSBC will in der neuen Sparrunde bis zu 25.000 Stellen streichen. Außerdem soll sich die Belegschaft durch den geplanten Verkauf der Geschäfte in Brasilien und der Türkei um weitere gut 25.000 Mitarbeiter verringern.

Alles in allem soll die Zahl der Vollzeitstellen so von 258.000 (Stand Ende 2014) auf zwischen 208.000 und 211.000 im Jahr 2017 reduziert werden, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Analystenpräsentation hervorgeht.

Die Bank hatte die Zahl der Beschäftigten bereits in den vergangenen Jahren deutlich gekürzt. Ende 2007 arbeiteten weltweit noch mehr als 300.000 Menschen für HSBC.

Ziel sei es, die Kosten bis 2017 um bis zu fünf Milliarden US-Dollar zu senken. Das wären mehr als zehn Prozent der Kosten. Das Investmentbanking solle verkleinert werden. Der Bestand risikogewichtiger Anlagen werde um 290 Milliarden Dollar reduziert.

Insgesamt werde die Restrukturierung das Unternehmen in diesem Zeitraum vier bis 4,5 Milliarden Dollar kosten. Im Gegenzug wolle die Bank ihre Investitionen in Asien erhöhen.

Nächste Sparrunde

Großbritannien Stuart Gulliver CEO HSBC

HSCB-Chef Stuart Gulliver

Die Ankündigungen des britischen Instituts gaben einen Ausblick auf die weitere Strategie des Anfang 2011 angetretenen HSBC-Chefs Stuart Gulliver. Er hat den Fokus auf den Verkauf von Geschäftsteilen und massive Einsparungen gelegt.

Bis zum Ende des Jahres will die Bank zudem prüfen, ob sie ihren Zentrale von London an einen anderen Standort verlegt.

Die HSBC musste sich in jüngster Zeit mehreren Skandalen stellen: Wegen Manipulationen an Devisenmärkten zahlte das Unternehmen

hohe Strafen

an die Regulierungsbehörden in den USA und in Großbritannien.

Zudem soll die Schweizer Tochter laut den als "Swissleaks" bekannten Enthüllungen in der Vergangenheit Kunden bei

Steuerhinterziehung

geholfen haben. Die Schweizer Filiale hatte sich nach den Enthüllungen von den kritisierten Praktiken distanziert.

bea/ul (reuters, dpa, afp)

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