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Wissen & Umwelt

Hotel der Zukunft

Check-In per Handy, ein Roboter serviert Getränke und das Bett schwingt entspannend hin und her. Fast alles haben die Fraunhofer-Forscher möglich gemacht. Sogar die Farbe der Wände ist veränderbar.

Zimmer im FutureHotel (Foto: Frank Gazon)

Hotelzimmer: Rund und hell und schnell ganz anders

Der erste Prototyp des so genannten FutureHotel befindet sich ganz unspektakulär im zweiten Stock der Duisburger Fraunhofer-Filiale. "Willkommen im Hotel der Zukunft! Ich bin Ihr Zimmercomputer und stehe Ihnen zur Verfügung. Sie befinden sich im innovativsten Hotel der Welt. Es heißt FutureHotel und die Zimmernummer ist 2020", schallt es einem aus nicht zu ortenden Lautsprechern entgegen.

Neu und doch nicht fremd

FutureHotel-Bad (Foto: Frank Gazon)

Schöner planschen in Steinzeitformen

Und genau in dieses Jahr 2020 fühlt man sich im ersten Moment versetzt. Nichts ist so wie in einem herkömmlichen Hotel. Die Beleuchtung kommt so indirekt daher als ob man im Freien stünde und Ecken, an denen man sich den Kopf stoßen könnte, gibt es nicht. "Rund beruhigt!", erklärt Projektleiterin Vanessa Borkmann. "Das sind die Formen, die schon unsere Vorfahren in den Höhlen vorgefunden haben und wie wir sie in der Natur finden.“ Mit Steinzeittechnik habe das trotzdem nichts zu tun, versichert Borkmann. Denn runde, organische Formen böten eine ideale Möglichkeit, um modernste Technik nahezu unsichtbar in das Gesamtdesign zu integrieren.

Palmenstrand per Knopfdruck

Nahezu alles lässt sich von jedem Ort innerhalb des Zimmers, sogar dem stillen Örtchen, interaktiv mit dem Computer steuern. Einfach die Frage stellen und schon liefert der virtuelle Butler alle gewünschten Informationen. Das Programm gehorcht selbst einem kritischen Reporter als der nach den Frühstückszeiten fragt. Die noch etwas elektronisch klingende Computerstimme antwortet prompt und vornehm: "Frühstück wird von 6:30 Uhr bis 10:30 Uhr in unserem Restaurant im fünften Obergeschoss serviert.“

Schlafzimmer im FutureHotel (Grafik: gee-ly, Zürich und Fraunhofer IAO, Design: LAVA)

Farbe wechsel dich, wie es gerade zur Stimmung passt

Lustig auch die riesengroße Panoramascheibe, die sowohl als Fenster, Vorhang und Bildschirm dient. Wenn einen das Heimweh überkommt, kann man sich hier das Foto seiner Familie hochladen. Oder eine Blumenwiese oder den tropischen Palmenstrand.

Schlafen wie in Mamas Schoß

DW-Reporter Frank Gazon im Bett des FutureHotelzimmers (Foto: Frank Gazon)

DW-Reporter Frank Gazon im Schaukel-Schlummer-Bett

Ja und dann wäre das noch das Bett, der zentrale Punkt im Hotelzimmer der Zukunft. Hier könne man nicht nur schlafen, sondern sich dank einer eingebauten Pendelfunktion sanft in einer Art Trance wiegen lassen, schwärmt Projektleiterin Vanessa Borkmann. Bei der Entwicklung der Schlafstätte wurde übrigens besonders an Businessreisende gedacht, die zum Beispiel von einer langen Flugreise kommen und eine kurze Erholung brauchen. “Danach können Sie mit voller Power ins nächste Meeting gehen“, versichert Vanessa Borkmann.

Zuvor noch einen Kaffee, um richtig wach zu werden? Den liefert auf Wunsch natürlich kein Zimmerkellner, sondern ein fahrender Miniroboter, der - klar - auch über den Computer geordert werden kann. Aber Zimmermädchen und Kellner soll es trotzdem geben, denn: "Nicht jeder Gast ist so technikaffin, dass er sich von einem Miniroboter bedienen lassen möchte."

Autor: Frank Gazon

Redaktion: Marlis Schaum

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