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Sport

Hose als Humorbarometer

Norweger haben keinen Humor? Von wegen! Die norwegischen Curlingspieler haben in Vancouver eindrucksvoll dieses alte Vorurteil widerlegt: mit ihren Clownshosen.

Die norwegischen Curler Thomas Loevold Haavard Vad Petersson, Christoffer Svae, Torger Nergaard und Thomas Ulsrud mit ihren Silbermedaillen und in Clownshosen. Foto: AP

In Karohosen zur Silbermedaille

Viele halten Curling an sich schon für eine lustige Sportart, die das Zwerchfell anregt und hämische Kommentare auslöst wie "Sieh nur, dieser missglückte Hausputz". Na und wenn schon, sagten sich die norwegischen Curler und traten in Clownshosen zum olympischen Turnier an. Eine "Vergewaltigung des guten Geschmacks", zeterte die kanadische Presse.

Mit Spaß fallen

Verantwortlich dafür war Teammitglied Christoffer Svae. Er wurde zum Shoppen geschickt und brachte die bunten Karohosen mit zurück. "Die Fallhöhe mit den Hosen ist hoch, aber auf dem Weg nach unten haben wir wenigstens Spaß", kommentierte Skip Thomas Ulsrud. Doch ganz im Gegenteil spielten sich die Norweger bis ins Finale durch. Selbst König Harald liebäugelte öffentlich damit, in eine derartige Erfolgshose zu schlüpfen. Seine Berater werden ihm die Idee wohl ausgeredet haben. Ein König als Clown - so weit geht der norwegische Humor dann doch nicht.

Kanada noch nicht bereit?

Das Finale verloren die skandinavischen Curler gegen Kanada. Die Olympiasieger aus dem Gastgeberland meinten anschließend unisono, sie würden sich keine Karo-Hosen zulegen. "Ich bin mir nicht sicher, ob Kanada dafür schon bereit ist", sagte Skip Kevin Martin. Nicht alle haben eben so viel Humor wie die Norweger. (sn/sid)

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