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Korruption

Hongkongs Ex-Regierungschef muss in Haft

Öffentlich hatte er um Verzeihung gebeten. Doch vor Gericht plädierte Donald Tsang auf nicht schuldig. Die Strafkammer zeigte sich unbeeindruckt. Sie schickte ihn hinter Gitter.

Honkong Verurteilung Donald Tsang wegen Korruption (Reuters/B. Yip)

Donald Tsang mit seiner Frau am Montag vor dem Gerichtsgebäude in Hongkong

Der frühere Hongkonger Regierungschef Donald Tsang ist wegen Korruption zu 20 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das Strafmaß gegen den 72-jährigen Ex-Politiker wurde am Mittwoch verkündet, nachdem er am Freitag nach einem sechswöchigen Prozess wegen Bestechung und Amtsvergehen für schuldig befunden worden war.

Richter Andrew Chan nannte den von Tsang begangenen Vertrauensmissbrauch "bedeutend", auch wenn dessen Verdienste für Hongkong "unstrittig" seien. Tsang ist der ranghöchste Vertreter Hongkongs, der sich bislang wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht verantworten musste.

Luxuswohnung für Rundfunk-Lizenzen?

Der erste praktizierende Katholik in einem öffentlichen Amt in China war von 2005 bis 2012 Regierungschef der chinesischen Sonderverwaltungszone. Ihm wurde vorgeworfen, in dieser Zeit Gefälligkeiten von Industriemagnaten angenommen zu haben. So war er für schuldig befunden worden, eine Luxuswohnung im südchinesischen Shenzhen von einem Investor angemietet zu haben, der sich in Hongkong um Rundfunk-Lizenzen der Regierung bemühte.

Honkong Verurteilung Donald Tsang wegen Korruption (Reuters/B. Yip)

Große Medienaufmerksamkeit: Journalisten fotografieren den Gefängnisbus, in dem Tsang sitzt

Tsang hatte auf nicht schuldig plädiert. Im Jahr 2012 hatte er allerdings öffentlich um Verzeihung dafür gebeten, unangemessene Luxusgeschenke befreundeter Unternehmer angenommen zu haben, darunter Einladungen zu Reisen auf Luxusjachten und in Privatjets.

jj/kle (afp, rtr)

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