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Aktuell Nahost

Homs weiter unter Beschuss

Die Waffenruhe in Syrien ist weiterhin brüchig. Beim Beschuss der Stadt Homs durch Assad-Truppen soll es wieder Tote gegeben haben. Die Vereinten Nationen haben ein erstes Vorausteam mit Beobachtern entsandt.

Die UN-Beobachter sollen noch in der Nacht zum Montag ihre Arbeit aufnehmen. Die offiziell seit Donnerstag geltende Waffenruhe wird längst nicht überall in Syrien eingehalten. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London mitteilte, wurde die Protesthochburg Homs erneut von der Armee beschossen. Der Angriff, der bereits am Samstag begonnen habe, sei der heftigste seit Beginn der Feuerpause, sagte der Chef der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Im Stadtviertel Chaldije schlugen nach seinen Angaben zeitweise bis zu drei Geschosse pro Minute ein.

Wie die Beobachtungsstelle weiter mitteilte, gab es zudem heftige Gefechte zwischen Soldaten und Deserteuren in Al-Bab in der Provinz Aleppo. Zuvor hatten Aufständische dort eine Polizeistation angegriffen.

Die Waffenruhe ist Teil eines Sechs-Punkte-Plans des Syrien-Sondergesandten der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, Kofi Annan. Seit ihrem Inkrafttreten vor vier Tagen ist sie jedoch sowohl von den Regierungstruppen des Regimes von Präsident Baschar al-Assad als auch von den Aufständischen immer wieder gebrochen worden. Nach Angaben der Beobachtungsstelle wurden seitdem mindestens 32 Menschen getötet.

Video ansehen 12:00

Syrien: Hat der Friedensplan eine Chance?

UN-Resolution zu Syrien

Am Samstag hatte der UN-Sicherheitsrat in New York die erste Resolution zu Syrien verabschiedet, seit Beginn der Proteste gegen Assad vor mehr als einem Jahr. Darin werden ein sofortiges Ende der Gefechte sowie Friedensgespräche gefordert. Zudem wurde beschlossen, UN-Beobachter nach Syrien zu schicken.

Video ansehen 01:38

Syrien: UN entsendet Beobachter

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte, er gehe davon aus, dass die Beobachtermission insgesamt etwa 250 Mitglieder haben werde. Die rund 30 Mitglieder eines Vorausteams sollen zunächst Kontakt mit Regierungstruppen und der Opposition aufnehmen. Sobald die Waffenruhe weitgehend stabil ist und das Regime die schweren Waffen tatsächlich, wie vereinbart, aus den Wohngebieten abgezogen hat, soll die Beobachtermission ausgeweitet werden.

qu/as/se (afp, rtr, dpad, dpa)

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