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Sport

Holt Vettel den dritten Titel?

Vor dem Saisonfinale in Brasilien herrscht Hochspannung: Sebastian Vettel und Fernando Alonso kämpfen in Sao Paulo um die WM-Krone 2012. Für Michael Schumacher ist es das letzte Rennen in der Formel 1.

Red-Bull-Fahrere Sebastian Vettel verlässt mit seinem Boliden die Box (Foto:David J. Phillip/AP/dapd)

Red-Bull-Fahrere Sebastian Vettel verlässt mit seinem Boliden die Box

Die Rechnung vor dem titelentscheidenden Großen Preis von Brasilien ist einfach und spricht für den Weltmeister: 13 Punkte liegen zwischen dem führenden Red-Bull-Piloten Sebastian Vettel und seinem Verfolger Fernando Alonso im Ferrari. Doch bis Vettel seinen dritten Titel in Folge feiern kann, liegt noch eine ganze Menge Arbeit vor dem Deutschen. "Wir können zuversichtlich sein, wir sind in einer sehr guten Position", sagte Vettel im Autodromo José Carlos Pace von Sao Paulo.

Selbst im Fall eines Alonso-Sieges reicht Vettel am Sonntag (25.11.2012, 17.00 Uhr MEZ) ein vierter Rang zum WM-Hattrick. Alonso macht sich deshalb keine Illusionen. "Es wird schwierig, das aufzuholen", sagte der Spanier. "Und wenn Vettel den Titel gewinnt, werde ich ihm gratulieren." Weil Vettel mehr Saisonsiege als Alonso (5:3) aufweist, muss der Ferrari-Pilot im Duell der beiden Doppel-Champions sogar 14 Zähler wettmachen. "Wir müssen mindestens aufs Podium und dann schauen, wo Sebastian Vettel landet. Das liegt nicht in unserer Hand", meinte Alonso. "Aber wir haben nichts zu verlieren, sondern können nur gewinnen." Im Rennen rechnet Alonso mit Rang zwei, "wenn's normal läuft". In dem Fall dürfte Vettel nur Achter werden, sonst wäre der Traum des Spaniers vom dritten Titel nach 2005 und 2006 geplatzt.

Schumacher-Abschied ohne Wehmut

Sebastian Vettel (l.) und Michael Schumacher (r.) unterhalten sich (Foto: Lars Baron/Getty Images)

Für Sebastian Vettel (l.) war Michael Schumacher immer ein Vorbild - beide sind seit langem befreundet

"Das Beste rausholen und das Rennen so gut wie möglich genießen" will Michael Schumacher. "Wir sind nicht im WM-Kampf." Er gehe entspannt in sein letztes Rennen, versicherte der Mercedes-Pilot. Nach "zwanzig überwiegend guten Jahren" ist für ihn am Sonntag endgültig Schluss mit der Formel 1. "Ich verspüre keine Wehmut", versicherte der siebenmalige Weltmeister. "Ich habe neben der Formel 1 ein Leben, darauf freue ich mich." Seine Gemütslage und Situation seien anders als 2006, als er erstmals zurückgetreten war – und dann gut drei Jahre später ein Comeback feierte. Damals hatte er – ebenfalls in Sao Paulo – beim Saisonfinale noch minimale Chancen auf den achten WM-Titel gehabt.

Fernando Alonso, später bei Ferrari sein Nachfolger, triumphierte aber. So blieb es bei Schumachers sieben WM-Titeln. Womöglich ein Rekord für die Ewigkeit. Wie manch anderer auch: Er gewann 91 Rennen, holte 68 Mal die Pole-Position und fuhr 77 Mal die schnellste Rennrunde. Das ist aber nur ein kleiner Auszug aus dem Rekordbuch des Rheinländers. Dass Schumacher jetzt im WM-Kampf seinem jungen Kumpel Vettel die Daumen drückt, ist hinlänglich bekannt. "Mit Sebastian bin ich seit langem befreundet. Wir sind beide auf meiner Kart-Heimstrecke in Kerpen aufgewachsen", sagte er.

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