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Holocaust-Gedenktag in Israel

8. April 2013

Israel erinnert an die sechs Millionen Juden, die im Holocaust getötet wurden. Auf den Straßen verharrten die Menschen in stillem Gedenken. Landesweit heulten zwei Minuten lang die Sirenen.

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Autofahrer in Tel Aviv bei den Gedenkminuten vor ihren Fahrzeugen (Foto: AFP/Getty Images)
Israel Holocaust Gedenktag Tel Aviv SchweigeminuteBild: AFP/Getty Images

Während der Gedenkminuten um 10.00 Uhr standen der Verkehr und das öffentliche Leben still. Auch Militärbasen und Schulen nahmen erst anschließend den Betrieb auf. Im israelischen Parlament in Jerusalem sollten die Namen von Holocaust-Opfern verlesen werden.

In der zentralen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem begann anschließend eine Zeremonie im Beisein des US-Außenministers John Kerry und des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

Noch knapp 200.000 Überlebende

Fast sieben Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs gibt es heute in Israel noch etwa 192 000 Holocaust-Überlebende. Die meisten von ihnen überstanden den Krieg als Minderjährige in Lagern oder konnten sich vor den Nazis verstecken.

Die israelische Regierung hatte am Sonntag die Zahlung von 50 Millionen Schekel (etwa 10 Millionen Euro) an eine Stiftung für hilfsbedürftige Holocaust-Überlebende gebilligt. Weitere 15 Millionen Schekel (etwa 3 Millionen Euro) sollen bei der Finanzierung von Medikamenten für ältere Menschen und Überlebende helfen.

Israel gedenkt Opfer des Nationalsozialismus

Während des Zweiten Weltkriegs ermordeten die deutschen Nationalsozialisten und ihre Helfer nach Schätzungen etwa sechs Millionen Juden. Yad Vashem bemüht sich in akribischer Arbeit um die Identifikation jedes einzelnen Opfers und hat nach eigenen Angaben bereits zwei Drittel der Namen dokumentiert.

gri/wl (dpa, kna)