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Aktuell Kultur

Hollywood-Star James Garner ist tot

Der Schauspieler der TV-Serien "Maverick" und "Detektiv Rockford" ist im Alter von 86 Jahren in seinem Haus in Los Angeles gestorben. Er gehörte über Jahrzehnte zu den großen Filmstars auf der Kinoleinwand.

Nach einer Anstellung als Souffleur - unter anderem für Henry Fonda - bewarb sich James Garner erfolgreich bei Warner Brothers und trat in einigen Gaunerrollen auf. Ende der 50er Jahre nahm ihn der Konzern fest unter Vertrag und verpflichtete ihn für die Serie "Maverick", in der er als ewig vom Pech verfolgter Spieler Bret Maverick zu außerordentlichen Erfolgen gelangte und auch zum Liebling des deutschen Fernsehpublikums wurde. In den 90er Jahren war er in einer Kinoversion des TV-Hits "Maverick" zu sehen. Dabei überließ Garner aber Mel Gibson die Titelrolle des Revolverhelden, während er selbst einen betagten Sheriff spielt.

James Garner als Westernheld Bret Maverick

James Garner als Westernheld Bret Maverick

Da er als Schauspieler zunächst so schlecht bezahlt wurde, als die Serie "Maverick" bereits ein Riesenhit war, kündigte Garner den Vertrag und führte gegen den Branchenriesen einen aufsehenerregenden Rechtsstreit um höhere Gagen. Mit diesem Schritt hatte er Erfolg: Er wurde zum Vizepräsidenten der Schauspielergewerkschaft gewählt und erhielt danach viele Filmangebote. Ende der der 60er Jahre zählte Garner dann zu den sechs bestbezahlten Schauspielern der Welt.

In "Detektiv Rockford- Anruf genügt" löste er unzählige Fälle. In der Serie geht es um den Privatdetektiv Jim Rockford, der einst unschuldig im Gefängnis saß und nun hauptsächlich Fälle bearbeitet, die die Polizei als abgeschlossen betrachtet. Eine Oscar-Nominierung holte sich der Schauspieler 1985 an der Seite von Sally Field in "Die Zweite Wahl - Eine Romanze".

James Garner als Detektiv Rockford

James Garner als Detektiv Rockford

Zum Hollywood-Star wurde er vor allem als Partner von Doris Day in den Filmen "Was diese Frau so alles treibt" und "Eine zuviel im Bett". Mit Elke Sommer drehte er die Komödie "Bei Madame Coco". Zu einem seiner Riesenerfolge zählt auch seine Rolle im Film "Grand Prix". Bei den Dreharbeiten entdeckte Garner seine Leidenschaft zur Formel 1: Ohne Double raste der Hollywood-Star für den Film in einem Ferrari über die Pisten. Er baute sich danach seinen eigenen Rennstall auf und fuhr selbst Rennen auf dem Nürburgring, in Le Mans und in Monte Carlo.

1969 entkam er bei Unfällen in Reims und im Jahr darauf in Las Vegas nur knapp dem Tod. Jetzt ist er mit 86 Jahren in Los Angeles gestorben. Er sei eines natürlichen Todes gestorben, sagte die zuständige Polizei.

James Garner in gesprengte Ketten

James Garner im Kinofilm "Gesprengte Ketten"

az/kle (dpa/afp/Munzinger Archiv)