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Filme

Hollywood-Diva Liz Taylor ist tot

Mit ihrem Tod verliert die Filmwelt einen ihrer größten Stars: Elizabeth Taylor spielte in über 50 Filmen mit, zweimal wurde ihr der Oscar verliehen. Aber auch ihr exzessives Privatleben sorgte für Aufmerksamkeit.

Elizabeth Taylor (Foto: Chris Pizzello/AP/dapd)

Im Kreise ihrer Kinder starb Elizabeth Taylor am Mittwoch (23.03.2011) in einem Krankenhaus in Los Angeles. Nach Angaben ihrer Sprecherin erlag die Schauspielerin im Alter von 79 Jahren einem Herzversagen. Taylor musste wegen gesundheitlicher Probleme bereits Monate zuvor häufig ins Krankenhaus.

Taylor der Kinderstar

Elizabeth, genannt "Liz" Taylor wurde am 27. Februar 1932 in London geboren. Schon im Kindesalter stand sie im Rampenlicht. So feierte sie im bereits Alter von zehn Jahren an der Seite des Filmhundes "Lassie" erste Erfolge. Ihre erste große Hauptrolle ergatterte sie 1945. Der Film "National Velvet" bedeute für sie jedoch Segen und Fluch zugleich: Da Taylor eigentlich zu klein war und zudem nicht die nötige Reiterfahrung für die Rolle mitbrachte, soll ihre überehrgeizige Mutter Streckgymnastik und Reitunterricht verordnet haben. Bei den Drehaufnahmen stürzte Taylor vom Pferd und verletzte sich die Wirbelsäure. Viele machen diesen Unfall für ihre spätere Krankheit verantwortlich.

Zwei Oscars für Taylor

Taylor bei der Oscar-Übergabe 1967 (Foto: AP)

Oscar vom Earl Mountbattan of Burma für "Wer hat Angst vor Virginia Woolf"

Der internationale Durchbruch gelang der Engländerin 1956 an der Seite von James Dean mit dem Film "Giant". Danach feierte Taylor mit Filmen wie "Die Katze auf dem heißen Blechdach" und "Plötzlich im letzten Sommer" große Erfolge. In den Sechziger Jahren befand sich Taylor auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Sie erhielt zwei Oscars: 1960 für "Butterfield 8" und 1967 für "Wer hat Angst vor Virgina Woolf". Danach blieben weitere Filmerfolge jedoch aus. Aus dem Rampenlicht verschwand die als "Diva" geltende Schauspielerin jedoch nicht: Die Medien stürzten sich von da an auf Taylors Männerbekanntschaften und ihren exzessiven Lebenswandel. "Man findet erst heraus, wer wahre Freunde sind, wenn man in einen Skandal verwickelt ist.", kommentierte Taylor dieses Medieninteresse trocken.

Achtmal sagte sie "Ja, ich will"

Liz Taylor und Richard Burton (Foto: ap)

Liz Taylor 1964 mit Ehemann Nummer Fünf und Sechs: Richard Burton

Neben Alkohol- und Gewichtsproblemen, bot vor allem ihr Liebesleben genügend Skandalpotential: Achtmal heiratete die Schauspielerin. "Ich habe nur mit Männern geschlafen, mit denen ich auch verheiratet war. Welche Frau kann das schon von sich sagen?", verteidigte sich Taylor vor der Presse. Zweimal war sie mit Richard Burton, der auch in "Wer hat Angst vor Virgina Woolf" ihren Filmpartner verkörperte, verheiratet. Ihre achte und letzte Ehe ging sie 1991 mit dem zwanzig Jahre jüngeren Larry Fortensky ein. Diesen hatte sie bei einem Aufenthalt in einer Alkoholentziehungskur kennengelernt. Fünf Jahre später wurde die Scheidung bekannt gegeben. Taylor hat drei leibliche und zwei Adoptivkinder.

In den letzten Jahren trat Taylor vor allem durch ihr soziales Engagement in Erscheinung. Besonders die Aids-Hilfe lag ihr sehr am Herzen. 1993 erhielt sie für ihr Engagement einen Sonder-Oscar. Ihre Gesundheit machte ihr schon seit einiger Zeit zu schaffen. 1995 musste sie sich eine Hüftoperation unterziehen, Anfang 1997 wurde ihr ein Gehirntumor entfernt. Seit 2000 musste sie aufgrund ihrer Herzrhythmusstörungen immer wieder das Krankenhaus aufsuchen.

Autorin: Jill Wagner (mit dpa, Munzinger)
Redaktion: Sabine Faber

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