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Aktuell Europa

Hollandes Sozialisten droht weitere Wahlschlappe

In Frankreich findet die zweite Runde der Départementswahlen statt. Das konservativ-bürgerliche Lager um Ex-Staatschef Sarkozy hofft auf einen Triumph. Und der rechtsextreme Front National?

Die landesweiten Départementswahlen haben vor allem eine große symbolische Bedeutung. Und auch in dieser zweiten Runde sieht es für die regierenden Sozialisten von Präsident François Hollande (Artikelbild) nicht gut aus. Sie steuern wohl - wie in der vergangenen Woche - auf eine bittere Niederlage zu.

Verlust der Mehrheit in den Landkreisen?

Am vorigen Sonntag hatten die Sozialisten mit etwas über 21 Prozent der Stimmen nur den dritten Platz belegt. An diesem Sonntag dürfte das linke Lager die Mehrheit in etlichen der insgesamt 101 französischen Départements verlieren. Bisher werden 61 aller Départements von linken Politikern gehalten, die übrigen 40 sind in der Hand der Konservativen.

Das konservativ-bürgerliche Lager um Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy rechnet wieder mit deutlichen Erfolgen bei der Abstimmung in den Landkreisen. Sarkozys konservative UMP hat sich für die Wahlen extra mit der Zentrumspartei UDI verbündet. In der ersten Wahlrunde hatte das Bündnis mit 28,8 Prozent die meisten Stimmen geholt.

Sarkozy erklärte nach dem Sieg, die Franzosen wollten "eine klare Veränderung, beginnend mit den Départements" und feierte das Ergebnis als Schlag gegen die Sozialisten. Die Abstimmung in den Landkreisen gilt auch als Stimmungstest für die Präsidentenwahl 2017. Zu den Rechtsextremen sagte der Ex-Staatspräsident, der Front National "löst nicht Frankreichs Probleme, er verschärft sie nur".

Der Front National (FN) von Marine Le Pen hatte vor einer Woche mit 25 Prozent Platz zwei belegt. Nun könnten die Rechtsradikalen erstmals die Mehrheit in einem Département bekommen.

se/wl (afp, dpa)

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