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Aktuell Amerika

Hollande fordert Ende des US-Embargos

Frankreich werde ein "zuverlässiger Verbündeter" für das sich wandelnde Kuba sein, versprach Präsident Hollande in Havanna. Er wurde auch von Ex-Staatschef und Revolutionsführer Fidel Casto empfangen.

Sein Besuch falle in eine "besonders wichtige, aber auch unsichere Zeit", sagte der französische Staatspräsident. Immer wieder sprach François Hollande in der kubanischen Hauptstadt von "wichtigen ökonomischen Entscheidungen", von der tiefgreifenden "Evolution des kubanischen Modells". Und er wurde bei seinen Auftritten in Havanna nicht müde zu betonen: Frankreich ist bereit, dies zu unterstützen, ohne sich in die Angelegenheiten des sozialistischen Inselstaats einzumischen und zum Wohle beider Seiten.

Eine Öffnung Kubas und größere Freiheiten für die Investoren könnten die Geschäfte in Schwung bringen und das Interesse europäischer Unternehmen verstärken, erklärte Hollande. Auf der anderen Seite forderte er ein Ende des US-Embargos gegen den Karibikstaat. In Paris werde alles dafür getan, "damit die Maßnahmen, die Kubas Entwicklung so sehr geschadet haben, endlich aufgehoben werden können", sagte der Präsident in einer Rede in der Universität von Havanna.

Die Europäische Union strebt derzeit ebenso wie die USA eine Normalisierung der Beziehungen zu Kuba an. Angesprochen auf einen möglichen Besuch von US-Präsident Barack Obama in Havanna erklärte am Montag ein Sprecher des Weißen Hauses, dies sei nicht geplant, sei aber etwa für das nächste Jahr nicht auszuschließen.

Hollande wurde in Havanna auch vom früheren langjährigen Staatschef Fidel Castro empfangen. Das Treffen habe hinter verschlossenen Türen in der Residenz des "Oberkommandierenden" stattgefunden, teilte der Elysée-Palast mit. Hollandes Reise ist der erste Staatsbesuch eines französischen Präsidenten in Kuba seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1898. Begleitet wird der Staatschef von ranghohen Wirtschaftsvertretern.

SC/wl (afpe, APE,dpae)