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Aktuell Nahost

Hoher Kommandeur der Hisbollah-Miliz in Syrien getötet

Die libanesische Schiiten-Miliz hat den Tod ihres Kommandeurs Badreddine bestätigt. In ersten Reaktionen wurde die israelische Luftwaffe beschuldigt. Badreddine gehörte auch zu den Verdächtigen im Mordfall Hariri.

Mustafa Badreddin (Artikelfoto) sei "als Märtyrer aus Syrien zurückgekommen", so wie er es vor einigen Monaten selbst vorhergesagt habe, hieß es in einer vom Fernsehsender Al-Manar verbreiteten Erklärung der Hisbollah in Beirut. Die libanesische schiitische Miliz kämpft im Nachbarland zusammen mit dem Iran auf der Seite von Machthaber Baschar al-Assad.

Badreddine sei bereits am Dienstag bei einer großen Explosion nahe des Flughafens der Hauptstadt Damaskus ums Leben gekommen, teilte die Hisbollah mit, zunächst ohne Details zu nennen. Der ihr nahestehende libanesische TV-Sender Al-Mayadeen meldete jedoch, der Kommandeur sei durch einen israelischen Luftangriff getötet worden. Israel hat wiederholt Hisbollah-Funktionäre getötet.

Terror gegen Israel - Kampf für Assad

Der 55-jährige Badreddine (Kampfname "Sayyed Zul Fikar") war 2008 zu einem der Anführer der Organisation aufgestiegen, nachdem sein Vorgänger Imad Mughniyeh einem Bombenanschlag in Damaskus zum Opfer gefallen war.

Badreddine leitete jahrelang vom Libanon aus Militäroperationen gegen Israel. Er war zudem eines der fünf Hisbollah-Mitglieder, die vom Sondergerichtshof in Den Haag in Abwesenheit für den Tod des ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri verantwortlich gemacht wurden. Bei dem Bombenattentat am 14. Februar 2005 in Beirut waren außer dem anti-syrischen Politiker Hariri 22 weitere Menschen getötet worden.

Viele Libanesen machten das Nachbarland Syrien für den Anschlag auf Hariri verantwortlich, auch nach Einschätzung einer UN-Untersuchungskommission gibt es Hinweise auf eine syrische Beteiligung. Die Regierung in Damaskus bestreitet die Vorwürfe.

SC/stu (afpe, APE, rtre)

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