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Geschichtsträchtiges Jubiläum

Hoher Besuch zum französischen Nationalfeiertag

Mit einer Militärparade in Anwesenheit von US-Präsident Donald Trump wurde auf den Pariser Champs-Elysées der Nationalfeiertag begangen. Doch der Tag wird nicht nur von Freude bestimmt.

Frankreich Nationalfeiertag in Paris | Trump & Macron (picture-alliance/AP Photo/M. Euler)

Eine gelungene Parade: Donald Trump und Emmanuel Macron

Mehr als 3700 Soldaten marschierten im Stechschritt über die Champs-Elysées. Mehr als 200 Militärfahrzeuge wie Panzer und Lastwagen rollten über das Pflaster, während Hubschrauber und Kampfjets über den Prachtboulevard hinwegflogen. Die französische Kunstflugstaffel Patrouille de France zeichnete die blau-weiß-rote Tricolore in den Himmel. Zuvor war Staatspräsident Emmanuel Macron Macron, begleitet von Reitern der Republikanischen Garde, in einem offenen Militärjeep die Champs-Elysées entlang gefahren und hatte den auf den Bürgersteigen versammelten Franzosen zugewunken.

Rund 200 US-Soldaten in Paris dabei

Bestaunt wurde die eindrucksvolle Parade in diesem Jahr auch von Donald Trump. Macron hatte den US-Präsidenten samt Gemahlin Melania eingeladen, weil bei der Parade auch an den Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg vor 100 Jahren erinnert wird. Damals kämpften amerikanische Soldaten an der Seite Frankreichs gegen Deutschland. Rund 200 Militärs waren deshalb aus den USA nach Frankreich geflogen, um an den Feierlichkeiten auf der Pariser Prachtstraße teilzunehmen.

In einer kurzen Ansprache würdigte Macron die engen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Frankreich habe in den USA stets "sichere Verbündete gefunden, Freunde, die uns zur Hilfe geeilt sind". "Nichts wird uns jemals trennen."

Frankreich Nationalfeiertag in Paris | US-Präsident Donald Trump (Reuters/G. Fuentes)

Armeejets malen die französischen Nationalfarben an den Himmel - Trump schaut dennoch skeptisch

Trump hatte seinen zweitägigen Paris-Besuch am Donnerstag begonnen und mit Macron über eine Reihe politischer Themen wie den Kampf gegen den Terrorismus, den Handel und den Klimawandel gesprochen. Die Einladung des US-Präsidenten zum französischen Nationalfeiertag war in Frankreich nicht unumstritten. Macron hob aber wiederholt die Notwendigkeit eines engen Dialogs und einer guten Zusammenarbeit mit den USA hervor - trotz der "Meinungsverschiedenheiten" unter anderem beim Klimaschutz.

"Die Anwesenheit von US-Präsident Donald Trump und seiner Ehefrau heute an meiner Seite ist das Zeichen einer unvergänglichen Freundschaft", sagte Macron. Trump twitterte nach seiner Abfahrt: "Es war eine große Ehre, die Vereinigten Staaten bei der großartigen Parade zum Nationalfeiertag zu vertreten. Glückwunsch, Präsident Emmanuel Macron!"

Der Anschlag von Nizza als trauriges Jubiläum

Frankreich erinnert jedes Jahr am 14. Juli an den Sturm auf das Pariser Bastille-Gefängnis zu Beginn der französischen Revolution 1789. Überschattet wurde der Festakt diesmal allerdings auch von einem traurigen Jubiläum: Vor genau einem Jahr fuhr in Nizza ein islamistischer Attentäter in eine Menschenmenge, die an die berühmten Strandpromenade der Mittelmeerstadt gekommen war, um sich das Feuerwerk zum Nationalfeiertag anzuschauen. Bei der Attacke wurden 86 Menschen getötet. Die Polizei erschoss den Angreifer. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) beanspruchte den Anschlag für sich.

Emmanuel Macron wird deshalb am Nachmittag nach Nizza reisen, um auch dort einer Militärparade beizuwohnen und die anschließende Gedenkfeier zu leiten. Am Abend wird zudem ein Gedenkkonzert stattfinden. Außerdem soll um 22:34 Uhr, dem Zeitpunkt des Attentats, eine Schweigeminute abgehalten werden. 

sti/djo/kle (afp, dpa)

 

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