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Top-Thema – Podcast

Hoffnung für Alzheimerpatienten

Alzheimer kann man nicht heilen. Die Patienten verlieren ihr Gedächtnis und wissen nicht mehr, wer sie sind. Noch ist es schwierig, die Krankheit frühzeitig zu erkennen. Bald könnte das Auge dabei helfen.‎

Ungefähr 1 Million Deutsche und 25 Millionen Menschen weltweit leiden an Alzheimer, der häufigsten Form von Demenz. Weil die Gesellschaft immer mehr altert, fürchten Experten, dass es in Zukunft noch viel mehr Alzheimerkranke geben wird. Die Diagnose ist für jeden Betroffenen eine Katastrophe, denn eine Heilung gibt es noch nicht.

Bei den Alzheimerpatienten sterben durch krankhafte Veränderungen im Gehirn viele Zellen ab, und das Gehirn schrumpft. So wird das Gedächtnis zerstört. Die Patienten können dann nicht mehr alleine leben und werden zum Pflegefall. Oft wird die Krankheit erst nach 20 Jahren bemerkt, wenn schon viele Gehirnzellen abgestorben sind. Der Medizin-Professor Jochen Herms will das ändern. Er forscht mit seinem Team nach einer Methode, mit der die Krankheit früher erkannt werden kann.

In Zukunft soll ein Blick ins Auge ausreichen. Professor Herms glaubt, dass sich in der Netzhaut von Alzheimerkranken Veränderungen feststellen lassen – lange bevor sich die typischen Alzheimer-Symptome zeigen. Der Forscher hofft, dass die Krankheit dann vielleicht behandelt werden könnte, bevor es zu irreparablen Hirnschäden kommt. Ende des Jahres 2011 sollen die ersten Ergebnisse seiner Forschungen vorliegen. Vielleicht gibt es dann etwas Hoffnung für die vielen Betroffenen.

Glossar

etwas heilen – eine Krankheit bekämpfen, so dass man wieder gesund wird

Patient/in, der/die – eine Person, die wegen einer Krankheit vom Arzt → behandelt wird

Demenz, die – eine Krankheit, bei der die Menschen vieles vergessen

altern – älter werden

Diagnose, die – die ärztliche Feststellung einer Krankheit, die eine Person hat

Betroffene, der/die – hier: die Person, die an Alzheimer erkrankt ist

absterben – hier: nicht mehr mit Blut versorgt werden

krankhaft – so, dass etwas als Krankheit gilt; so, dass etwas schädlich ist

Gehirn, das – das Denkorgan im Kopf eines Menschen

Zelle, die – hier: der kleinste Teil von Menschen, Tieren und Pflanzen

etwas oder jemand schrumpft – etwas oder jemand wird kleiner

alleine leben – hier: alleine wohnen

Pflegefall, der – jemand, der nicht mehr ohne Hilfe anderer Menschen leben kann

Methode, die – die Art und Weise, auf die man etwas tut

etwas reicht aus – etwas ist genug

Netzhaut, die – Schicht des menschlichen Auges, die empfindlich für Licht ist

Symptom, das – hier: das Zeichen für eine Krankheit

etwas behandeln – hier: etwas heilen

irreparabel – hier: so, dass etwas nicht mehr geheilt werden kann

etwas liegt vor – hier: etwas ist veröffentlicht

Fragen zum Text

1. Können Alzheimerkranke wieder gesund werden?

a) Ja, Forscher haben ein Mittel gefunden, um Alzheimer zu heilen.

b) Nein, Alzheimer ist eine Krankheit, die noch nicht heilbar ist.

c) Die Antwort steht nicht im Text.

2. Nach was für einer Methode sucht Professor Herms?

a) Er will ein Medikament gegen Alzheimer finden.

b) Er will die Alzheimerkranken besser pflegen.

c) Er will Alzheimer möglichst früh erkennen können.

3. Ob jemand Alzheimer hat, wollen die Mediziner in Zukunft …

a) an irreparablen Schäden des Gehirns erkennen.

b) durch genauere Untersuchungen als bisher feststellen.

c) einfach an der Netzhaut des Patienten sehen.

4. In welchem der folgenden Sätze steht das Verb nicht im Futur?

a) Ende des Jahres sollen die ersten Forschungsergebnisse vorliegen.

b) In Zukunft wird es noch viel mehr Alzheimerkranke geben.

c) Bald wird es möglich sein, Alzheimer früh zu erkennen.

5. Welcher der folgenden Sätze beschreibt kein Ereignis in der Zukunft?

a) Morgen gehe ich zum Arzt, denn ich habe starke Schmerzen.

b) Ab jetzt werden wir darauf achten, gesund zu leben.

c) Es wird nach einer Methode zur frühzeitigen Erkennung von Alzheimer gesucht.

Arbeitsauftrag

Klicken Sie auf den folgenden Link

(http://futurenow.dw-world.de/deutsch/category/gesundheit/alzheimer-diagnose/)

und schauen Sie sich das Gespräch mit der alten Dame am Anfang des Videos an.

Beschreiben Sie in wenigen Sätzen, wie Sie sich fühlen würden, wenn Sie merken, dass Sie Ihr Gedächtnis langsam verlieren.

Autoren: Lydia Heller/Matthias Mayr

Redaktion: Raphaela Häuser

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