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Kultur

Hoffnung auf Weiße Weihnacht ade?

Die Hoffnungen auf eine Weiße Weihnacht in ganz Deutschland schwinden. Der Schnee vom Freitag bleibt nur in Höhenlagen liegen, in den Niederungen wird er wohl schmelzen.

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So sollte es eigentlich sein!

Für den Osten und die Höhenlagen garantiert der Deutsche Wetterdienst in Offenbach für die Feiertage eine geschlossene Schneedecke. In den Niederungen rechnen die Meteorologen allerdings mit Regen. Im Norden und im Nordwesten sowie am Rhein bleiben am Heiligabend nur "Schneeflecken" übrig, sagte Meteorologe Michael Knobelsdorf am Freitag (21. Dezember 2001). Frost werde bis einschließlich Heiligabend anhalten. Bei Neuschnee und eisglatten Straßen gab es zum kalendarischen Winteranfang am Freitag in Teilen Deutschlands größere Verkehrsbehinderungen.

Aus Schnee wird Regen

Zu 100 Prozent sehen die Meteorologen zwischen Elbe und Oder eine weiße Weihnacht voraus. Am 4. Advent können sich die Menschen in Deutschland noch an vorwiegend freundlichem Winterwetter mit einzelnen Schneeschauern erfreuen. Die Temperaturen steigen dabei tagsüber auf höchstens Minus eins bis Minus acht Grad. Am Heiligabend kommt von Norden her mit einem neuen, noch namenlosen Tief, erneut ein Schneefallgebiet bis an die Alpen heran. Die Temperaturen reichen von null bis minus acht Grad.

An beiden Weihnachtstagen kommt Polarluft über weite Umwege nach Mitteleuropa. Die Folge: Der Frost schwächt ab und die Niederschläge gehen unterhalb von 400 Metern in Regen über. Der taut den Schnee im Flachland bis zum zweiten Feiertag zum größten Teil weg: "Was da ist, schwindet auf jeden Fall dahin", sagte Knobelsdorf. In den Mittelgebirgen und in den Alpen bleibe es aber winterlich.

Seit 20 Jahren keine weiße Weihnacht mehr

Am Dienstag noch hatte der Deutsche Wetterdienst Hoffnung auf weiße Weihnacht in fast ganz Deutschland gemacht. Dies wäre das erste Mal seit 20 Jahren gewesen. Der Wetterdienst Meteomedia geht davon aus, dass teils heftige Schneefälle in den nächsten Tagen vielerorts auf eine weiße Weihnacht hoffen lassen.

Mit einer Prognose zum Jahresende sind die Wetterkundler noch vorsichtig: "Die Modelle zeigen noch eine ziemlich große Unsicherheit", so Knobelsdorf. Alles deute aber eher auf eine größere Milderung als auf einen Kaltlufteinbruch hin. (pg)

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