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Aktuell Nahost

Hoffnung auf Ende des Gaza-Kriegs schwindet

Kurz vor Ablauf einer Feuerpause am Montagabend haben Israelis und Palästinenser um Bedingungen für eine dauerhafte Gaza-Waffenruhe gerungen. Doch beide Seiten sind sich in Kairo wohl nicht näher gekommen - im Gegenteil.

Die palästinensische Delegation beklagte in der Nacht zum Montag sogar einen Rückschritt bei den indirekten Verhandlungen unter Vermittlung Ägyptens: Die israelische Seite habe das bisher Erreichte wieder aufgegeben "und nun stehen die Diskussionen wieder am Anfang", sagte ein Vertreter der Palästinenser der ägyptischen Nachrichtenagentur Mena. Die Forderungen der Israelis bei Sicherheitsfragen bezeichnete der namentlich nicht genannte Sprecher als unmöglich.

Kurz vor Beginn der Gespräche in Kairo hatte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu erklärt, eine Einigung könne es nur geben, wenn dabei Israels Sicherheitsinteressen gewahrt würden. Die Palästinenser bestehen hingegen unter anderem auf der vollständigen Aufhebung der seit acht Jahren andauernden Blockade des Gazastreifens.

"Stark und entschlossen"

Als "einseitige Geste des guten Willens" hatte Israel am Sonntag ein Fangverbot für Fischer vor der Küste des Gazastreifens teilweise aufgehoben. Fischerboote dürften im Mittelmeer wieder bis zu drei Seemeilen hinausfahren, bestätigte eine Armeesprecherin in Tel Aviv. Seit Beginn der israelischen Offensive im Gazastreifen am 8. Juli war dies den Fischern verboten.

Die verlängerte Feuerpause läuft am späten Montagabend (23 Uhr Mitteleuropäische Sommerzeit MESZ, Mitternacht Ortszeit) aus. Netanjahu betonte, Israel werde auch künftig hart auf Raketenangriffe aus dem Gazastreifen reagieren und sich von der radikalislamischen Hamas nicht einschüchtern lassen. "Wir sind ein starkes und entschlossenes Volk", erklärte der Ministerpräsident.

wa/zam (rtr, dpa)

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