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Aktuell Afrika

Hoffnung auf Annäherung zwischen Sudan und Südsudan

Erstmals seit der Abspaltung des Südens war der sudanesische Präsident Al-Baschir zu Gast in dem neuen Staat. Vereinbart wurde eine Wiederaufnahme der Ölexporte und des Handels. Zeitgleich gab es an der Grenze Kämpfe.

Kommentatoren sprachen von einem "historischen Besuch": Der sudanesische Staatschef Omar al-Baschir reiste erstmals seit der Unabhängigkeit des Südsudan 2011 in das abgespaltene Land. Seine Gespräche in Juba mit Präsident Salva Kiir standen ganz im Zeichen der Bemühungen um Versöhnung und der "Rückkehr zur Normalität" zwischen den rivalisierenden Staaten.

Öffnung der Grenzen

Gastgeber Kiir gab bekannt, man habe sich geeinigt, die Ölgeschäfte und den bilateralen Handel wieder aufzunehmen. Menschen und Waren sollten wieder frei über die Grenzen bewegt werden können, die Verhandlungen über die umstrittenen Territorien sollten weitergehen.

Al-Baschir sah bereits "Zeichen einer beginnenden Annäherung" sogar bis hin zu einer strategischen Partnerschaft. Sudans Botschafter in Juba, Mutrif Siddiq, sprach laut der staatlichen Nachrichtenagentur Suna von einer derzeit "sehr positiven Atmosphäre" zwischen den Staaten. Sie seien "Schwesterländer".

Zentrale Frage: Ölexporte

Im März war es zu einem Durchbruch bei bilateralen Verhandlungen gekommen. Beide Länder einigten auf die Wiederaufnahme der Erdölproduktion im Südsudan und die Öffnung der Ölleitungen im Sudan. Andere schwierige Fragen wie der Grenzverlauf blieben ungeklärt. Seit der Unabhängigkeit des Südsudan, der ein erbitterter Bürgerkrieg vorausgegangen war, ist es in der Grenzregion vielfach zu blutigen Auseinandersetzungen gekommen.

Am Freitag wurde während des Baschir-Besuchs ein mutmaßlicher Rebellenangriff in der Grenzregion Süd-Kordofan gemeldet. In Kadugli, der Provinzhauptstadt, sollen nach einem Granatenbeschuss mehrere Häuser abgebrannt sein. Es gab nach lokalen Berichten zwei Tote und mehrere Verletzte.

SC/uh (APE, rtre, afpf, dpa)