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Nahost

"Hoffentlich wacht Deutschland auf"

Die Krise um den Irak spitzt sich zu. Die USA und ihre Verbündeten setzen den Truppenaufmarsch am Golf fort. Ist ein Krieg noch vermeidbar? DW-WORLD-User melden sich zu Wort.

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Krieg oder Frieden?

Kein gutes Gefühl

Ich lebe in Los Angeles. Das ganze Fernsehen ist voll mit Deutschhasserei – kein gutes Gefühl.

Günther König, USA

"Beweise" lächerlich

Wenn ich so die Nachrichten lese, scheinen mir die "Beweise" ziemlich lächerlich zu sein. Denn immerhin hat die USA sich nicht getraut, diese vorher bekannt zu geben. Und die USA waren wohl auch nicht in der Lage, die Inspektoren zu bitten, an den entsprechenden Stellen mal nach Waffen zu schauen, obwohl die entsprechenden Orte, an denen die Waffen lagern, seit Monaten bekannt sind etc. Alle Reden von Bush und Co weisen bisher darauf hin, dass es nicht darauf ankommt, ob der Irak gefährlich ist oder nicht, sondern nur darauf, das Land so schnell wie möglich den USA untertan zu machen.

Alfred Rasmussen, Deutschland

"Gernegroßer Bundeskanzler"

Die Haltung und Äußerungen der Bundesregierung sind erschütternd. Lebe hier in den USA seit vielen Jahren und muss nun erleben, wie ein ex-radikaler Außenminister und ein gernegroßer Bundeskanzler mit den USA umgehen. Haben wir Deutsche das Dritte Reich und seine Folgen bereits vergessen, und was ein Tyrann anrichten kann? Hier haben wir wieder einen im Irak und die Bundesrepublik unterstützt ihn - wenn auch indirekt - mit ihrer Haltung. Kein normaler Mensch will Krieg, wenn er vermieden werden kann. Die Inspektoren sind nicht im Irak, um "Ostereier" zu suchen. Das einzige Land, welches uns alle vor schrecklichem Terror bewahren kann, sind die USA und ihr nun bester Verbündeter England. Hoffentlich wacht Deutschland rechtzeitig auf und wechselt die unmögliche Regierung.

Horst Thiede, USA

Kontrollierbarkeit der Ölressourcen

Bin ziemlich sicher, dass es zu einem Krieg gegen den Irak kommen wird. Mit jahrelanger PR und viel Geldverschwendung wurde da ja auch ein Feindbild aufgebaut, das wohl nicht den Tatsachen entspricht. Hätte man diese Gelder zur Lösung des Armenkonflikts in Palästina (oder sonstwo) zur Verfügung gestellt, gäbe es wohl weniger Probleme. Der Schlüssel liegt aber hier in der Kontrollierbarkeit der Ölressourcen. (...) Der eigentliche Krieg dürfte zwar schnell erledigt sein - aber wohl auch einen Weltbrand zur Folge haben. Oder glaubt jemand im Ernst daran, dass die arabischen Staaten und Russland auf Dauer zusehen werden, dass die USA dann die Ölressourcen im Irak kontrollieren?

Toniette Weißmüller

Friedensdemonstration in München

Ohne schräg angesehen zu werden, kann man nun mit ruhigem Gewissen sagen: Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein! Danke, Herr Schröder. Danke, Herr Fischer.

Kristina Held, Deutschland

Geschäfte mit dem Irak

Wie schon von anderen erwähnt, haben in den achtziger Jahren viele Länder mit dem Irak Waffenhandel getrieben, vor allem unter dem Eindruck, dass man dadurch dem moslemischen Extremistenregime im Iran entgegentreten könne. Wer aber nach dem Golfkrieg und den anschließenden UN-Resolutionen dem Irak Waffen und Baustoffe für Waffen, Giftgase und Atomwaffen lieferte, muss doch damit rechnen, dass die Entdeckung solcher Geschäfte im Kriegsfalle unvermeidlich sein würde. Nun wollen wir uns doch einmal schnell umsehen, wer gegen einen Irak-Einsatz der Amerikaner und der UN plädiert: China, Deutschland, Frankreich und Russland. Was haben alle diese Länder gemeinsam? Sie sind alle Waffen- und Vernichtungstechnik-Exporteure. Da die USA unter Präsident Bush sehr genau aufpasst, wer ihre Freunde sind, und wer ihnen schadet, sind die Führer Chinas, Deutschlands, Frankreichs und Russlands verständlicherweise nervös. Wenn sie irgendwelche Courage besäßen, würden diese Politiker doch vielleicht auch mit der US-Regierung Kontakt aufnehmen und ggf. vorwarnen, was so an Waffen geliefert worden ist.

J.W. Fielding

Hinweis: Die Zitate geben die Meinung der Autoren und nicht der Redaktion wieder. DW-WORLD behält sich vor, eingesandte Meinungsäußerungen zu kürzen und zu redigieren.

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