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Europa League

Hoffenheim ist raus mit Applaus

Mit Anstand und guten Ansätzen verabschiedet sich die TSG 1899 Hoffenheim aus der Europa League. Das Team von Julian Nagelsmann kommt im letzten Gruppenspiel zu einem Remis. Und auch Hertha BSC holt einen Punkt

Das Aus war bereits besiegelt, aber es ging um ein letztes Signal, auch an die eigenen Fans: Die TSG 1899 Hoffenheim hat mit seiner "Jugend-forscht-Truppe" einen versöhnlichen Abschluss der verkorksten europäischen Premierensaison geschafft. Der Fußball-Bundesligist, der im letzten Gruppenspiel der Europa League eine bessere Nachwuchsmannschaft aufbot, holte ein 1:1 (1:0) gegen Ludogorez Rasgrad. Bereits am vergangenen Spieltag war klar, dass Hoffenheim die nächste Runde nicht mehr erreichen kann.

"Wir nehmen viele Dinge mit"

Philipp Ochs (25.) traf für Hoffenheim, Wanderson (62.) war für den bulgarischen Serienmeister erfolgreich. Die letzten Minuten absolvierten die Gastgeber in Überzahl, Claudiu Keserü sah wegen groben Foulspiels die Rote Karte (83.). Durch das Unentschieden stehen für die Kraichgauer inklusive der Play-offs zur Champions League fünf Niederlagen, zwei Remis und nur ein Sieg im Europacup zu Buche. Sein Europapokal-Fazit hatte TSG-Trainer Julian Nagelsmann schon vor dem Spiel gezogen. "Wir nehmen viele Dinge mit", sagte der Coach: "Wir wissen jetzt, dass es andere Möglichkeiten im Training geben muss, dass man auf den Punkt fokussiert sein muss - und welche Bedeutung Regeneration und Schlaf haben. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Bundesliga und tanzen nur noch auf einer Hochzeit."

Nagelsmann schonte gegen die Bulgaren all seine Stammkräfte, die nicht einmal auf der Bank saßen. Die Topspieler des Bundesliga-Sechsten hatten sich in den vergangenen Tagen bereits auf das Spiel am Sonntag bei Hannover 96 vorbereitet. Stattdessen standen weitgehend unbekannte Spieler wie Alexander Rossipal, Simon Lorenz, David Otto, Maximilian Waack und Johannes Bühler im Kader. Ludogorez Rasgrad hatte mehr Torschüsse und Ballbesitz. Vor der Minikulisse von 7814 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena hatten am Ende die Bulgaren mehrfach die Führung auf dem Fuß, die junge Hoffenheimer Elf hielt sich aber wacker und verteidigte das Remis.

Auch Hertha holt ein Remis

Fußball Europa League Hertha - Östersunds (Imago/Bildbyran/P. Arvidson)

Jugend forscht: Die Nachwuchsspieler von Hertha BSC erhielten eine Chance

Mit einem starken Klinsmann im Tor und einem Dardai im Mittelfeld hat sich Hertha BSC anständig aus der Europa League verabschiedet. Ein B-Team des Berliner Bundesligisten erkämpfte sich im sportlich bedeutungslosen Gruppenabschluss gegen Östersunds FK ein achtbares 1:1 (0:0) - und die Söhne von Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann und Hertha-Coach Pal Dardai hatten entscheidenden Anteil daran.

Jonathan Klinsmann (20) hielt in der 87. Minute einen Foulelfmeter von Brwa Nouri und sicherte in seinem Pflichtspiel-Debüt für Berlin das Remis. Palko Dardai (18) machte seinen Vater an der Seitenlinie mit einem Lattentreffer (18.) und gelungenen Aktionen stolz. Den Ausgleichstreffer für Hertha erzielte jedoch Ersatz-Kapitän Peter Pekarik (61.), nachdem drei Minuten zuvor Sotirios Papagiannopoulos für die bereits zuvor für die Zwischenrunde qualifizierten Schweden getroffen hatte. Klinsmann und Dardai durften vor nur 15.686 Zuschauern im fast leeren Olympiastadion internationale Erfahrungen sammeln, weil Herthas frühes Europacup-Aus bereits feststand und die Stammspieler geschont wurden. Eine Bewährungschance bekamen auch Profis, die zuletzt kaum Spielzeit hatten.

jw/jk (mit sid, dpa)

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