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Wirtschaft

Hoffen auf Impulse von Wall Street

Nach heftigen Kursverlusten am Vortag haben die deutschen Aktienmärkte am Dienstag erst einmal eine Verschnaufpause eingelegt.

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Richtungsweisende Trends werden von den US-Börsen erwartet.

Der Handel in Frankfurt wurde als umsatzschwach und abwartend bezeichnet, weil Händler und Anleger die Veröffentlichung von Quartalszahlen amerikanischer Unternehmen erwarteten. Die Bekanntgabe der Zahlen, beispielsweise vom Chiphersteller Intel, erfolgt allerdings erst nach Börsenschluss. Neue US-Einzelhandelsdaten, die besser als erwartet ausfielen, verhalfen dem DAX am Nachmittag zu einem Plus von rund 50 Punkten, aber das hielt nicht lange. Das deutsche Börsenbarometer für die Standardwerte schloss bei 5.062 Punkten - ein Minus von knapp vier Punkten oder 0,1 Prozent. Der Nemax 50 Index am Neuen Markt ging mit einem Plus von 1,6 Punkten auf 1.186 Zähler ebenfalls praktisch unverändert aus dem Handel.

ThyssenKrupp im Minus

Unter den Standardwerten verloren ThyssenKrupp besonders stark. Die Bilanzzahlen für das Geschäftsjahr 2000/2001 lagen zwar im Rahmen der Erwartungen, aber die Anleger störten sich an dem pessimistischen Ausblick auf das laufende Jahr. Vorstandschef Ekkehard Schulz schließt sogar einen Verlust im ersten Quartal nicht aus. Das Papier verlor rund zwei Prozent. Die Aktien des Touristik-Konzerns Preussag gaben nach Presseberichten über angebliche finanzielle Schwierigkeiten einiger Ferienflieger um 3,2 Prozent nach.

Schering-Aktien profitieren von Analysten-Kommentaren

Spitzenreiter im DAX waren die Aktien des Pharmaunternehmens Schering. Händler erklärten dies mit einer optimistischen Bewertung durch die Investmentbanker von Merrill Lynch. Die begründeten ihre Heraufstufung damit, dass Schering eine Reihe neuer Medikamente erfolgreich am Markt eingeführt habe, unter anderem eine Verhütungspille. Die Schering-Aktie legte rund 3,1 Prozent zu.

Zu den Gewinnern zählte auch die Aktie des Halbleitersherstellers Infineon, die um 1,6 Prozent zulegte. Börsianer führten die Gewinne auf Empfehlungen mehrerer Analystenhäuser zurück. Ebenfalls gut im Plus mit 1,5 Prozent notierte die Commerzbank. Vorstandsmitglied Mehmet Dalman hatte in einem Interview bekannt gegeben, dass der Investmentbereich der Bank inzwischen wieder schwarze Zahlen schreibt. Außerdem wolle die Commerzbank noch in diesem Quartal einen Partner aus den USA im Investmentbanking präsentieren.

Der Rentenmarkt zeigte sich schwächer. Der Bund-Future verlor 0,3 Prozent auf 108,70 Punkte. Der Rentenmarkt-Index REX fiel um 0,29 Prozent auf 113,61 Punkte. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite bei 4,61 (Montag: 4,60) Prozent fest. Der Kurs des Euro ist leicht gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 0,8922 (Montag: 0,8927) US-Dollar fest.

Hier die Schlusskurse der 30 deutschen Standardwerte, diese wie auch alles andere ohne Gewähr:

DAX-Werte Kurs Veränderung

adidas-Salomon 80,40 (- 0,20)

Allianz 256,30 (+ 1,70)

BASF 41,90 (+ 0,05)

Bayer 35,99 (- 0,09)

HypoVereinsbank 34,65 (+ 0,10)

BMW 38,05 (- 0,54)

Commerzbank 17,66 (+ 0,26)

DaimlerChrysler 45,75 (- 0,70)

Degussa 29,89 (- 0,65)

Deutsche Bank 76,76 (+ 0,23)

Deutsche Post 16,39 (+ 0,17)

Deutsche Telekom 17,33 (- 0,13)

E.ON AG 58,80 (+ 1,30)

EPCOS 50,40 (+ 1,40)

Fresenius Med. Care 68,45 (+ 1,45)

Henkel 62,00 (- 0,41)

Infineon Techno 25,20 (+ 0,40)

Linde 46,30 (- 0,40)

Lufthansa 16,78 (+ 0,12)

MAN 24,87 (- 0,64)

Metro 41,35 (+ 0,40)

MLP 75,35 (- 1,80)

Münchener Rück 277,90 (- 5,96)

Preussag 30,97 (- 1,03)

RWE 42,50 ( unv. )

SAP 161,75 (+ 0,25)

Schering 59,39 (+ 1,79)

Siemens 72,94 (+ 0,28)

ThyssenKrupp 16,33 (- 0,36)

VW 49,60 (- 0,40)

Die Referenzkurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der Europäischen Zentralbank: Ein Euro kostete am Dienstagmittag 89,22 amerikanische Cents, 61,65 britische Pence oder 116,97 japanische Yen.

  • Datum 15.01.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1hma
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