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Sport

Hoffen auf den Tennis-Opa

Heute beginnt in Wimbledon das berühmteste Tennisturnier der Welt. Deutsche Favoriten gibt es nicht, aber der gereifte Tommy Haas könnte es trotzdem weit bringen - wenn da nicht diese verflixte Auslosung wäre.

Vom vierten Frühling des Tommy Haas ist dieser Tage gerne die Rede. 35 Jahre alt ist der Profi mit Wohnsitz in Florida und deutschem Pass inzwischen und damit so etwas wie der Methusalem im Tenniszirkus. Dank seiner zahlreichen Verletzungen, die ihn immer wieder an seiner Arbeit hinderten, fühle er sich zwar um Jahre jünger, aber klar ist doch: Mit Mitte 30 gewinnt man eigentlich kein Grand-Slam-Turnier mehr. Und doch ist Tommy Haas so etwas wie die einzige deutsche Hoffnung. In der Weltrangliste auf Position 13 geführt, in dieser Saison den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic geschlagen, da ist man kein absoluter Außenseiter, aber eben auch kein Favorit.

In Wimbledon bekommt es Haas in der ersten Runde mit dem Russen Dmitri Tursunow zu tun, eine durchaus lösbare Aufgabe. Allerdings droht dann, im Achtelfinale, schon wieder Djokovic. Ein neuerlicher Erfolg über den Serben, gegen den er zwar in Miami gewonnen, in Paris aber verloren hatte, ist auf dem schnellen Rasen von London mehr als unwahrscheinnlich. Neben Haas ist in Wimbledon auch noch Philipp Kohlschreiber mit dabei, er ist an Nummer 16 gesetzt.

Murray optimistisch

Die Buchmacher sehen Djokovic mit einer Quote von 2,70 für 1 an erster Stelle, danach folgt Lokalmatador Andy Murray. Ob dem Schotten allerdings nach dem Olympiasieg und der Finalteilnahme 2012 an gleicher Stelle ein ähnlicher Coup gelingt, ist durchaus fragwürdig. Murray könnte dann im Viertelfinale auf Djokovic treffen, was der Schotte in der BBC ganz locker wegsteckte: "Wer das größte Turnier gewinnen will, muss die größten Spieler der Welt schlagen. Egal, wann. Man könnte vielleicht sogar sagen, wenn ich ein Viertelfinale gegen Nadal überstehe, kann das Halbfinale nicht mehr ganz so hart sein".

Mit French-Open-Champion Rafael Nadal aus Spanien und dem ewig jungen Schweizer Roger Federer sind die beiden anderen heißen Kandidaten auf den Sieg schon genannt.

Angelique Kerber schlägt einen Ball (Bild: dpa)

Angelique Kerber will noch weiter kommen als 2012, als im Halbfinale Endstation war

Kerber will weit kommen

Bei den Damen ist Angelique Kerber als Nummer sieben der Setzliste die Deutsche Nummer eins. Dass sie allerdings im direkten Duell mit einer Serena Williams oder Maria Scharapowa zu bestehen in der Lage wäre, glaubt kaum jemand. Vor allem die US-Amerikanerin Williams gilt als erste Anwärterin auf den begehrtesten aller Grand-Slam-Titel. Neben Kerber sind Sabine Lisicki, im vergangenen Jahr immerhin erst im Viertelfinale von Wimbledon gescheitert, und Mona Barthel an Nummer 23 bzw. 31 gesetzt. Andrea Petkovic, bis zu ihrer langwierigen Verletzung eine Top-Ten-Spielerin, erhielt von den Veranstaltern eine Wildcard für das Hauptfeld.