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FC Bayern München

Hoeneß wieder Aufsichtsratschef des FC Bayern

Steuerbetrug hin, Compliance-Regeln her: Uli Hoeneß ist trotz seiner verbüßten Haftstrafe wieder Aufsichtsratsvorsitzender und damit der starke Mann beim Fußball-Rekordmeister FC Bayern München.

Die Entscheidung war längst durchgesickert, ihr Vollzug nur noch Formsache: 73 Tage nach seiner Rückkehr auf den Präsidentenposten wurde der 65-Jährige auch erneut zum Chef des Aufsichtsrates der FC Bayern AG gewählt. Wie die Münchner nach der Sitzung des Gremiums mitteilten, wurde Hoeneß einstimmig zum Vorsitzenden bestimmt.

Mehr Einfluss bei den Transfers

"Wenn ich von den Kollegen gebeten werde, werde ich das selbstverständlich machen", hatte Hoeneß bereits nach seiner Rückkehr als Präsident angekündigt. Die Wahl von Uli Hoeneß durch das mit einigen Wirtschaftsgranden wie dem ehemaligen VW-Boss Martin Winterkorn oder Ex-Adidas-Chef Herbert Hainer bestückte Kontrollorgan bringt ihn wieder in eine Position der Stärke. Als Chef des neunköpfigen Aufsichtsrates hat der langjährige Manager auch offiziell wieder größeren Einfluss. Das Gremium segnet große Transfers ab und ist auch mit der Besetzung des Vorstandes beauftragt. Bereits in seiner ersten Amtsperiode als Präsident von 2009 bis 2014 hatte Hoeneß beide Posten inne. Während seiner erzwungenen Absenz vertrat Karl Hopfner den gebürtigen Schwaben in beiden Ämtern.

987 Tage nach dem Rückzug wegen seiner Steuersünden und 270 Tage nach seiner Haftentlassung war Hoeneß am 25. November 2016 ins Präsidentenamt zurückgekehrt. Er bitte um "eine zweite Chance", wolle "ein Kümmerer" sein, hatte er bei seiner Bewerbungsrede betont, "und ich verspreche Ihnen, dass ich alles tun werde, um Ihre Erwartungen zu erfüllen." Nun ist seine Machtfülle wieder vollständig hergestellt.

Dieter Mayer rückt ebenfalls in den Aufsichtsrat

In den Aufsichtsrat begleitet ihn der erste Vizepräsident Dieter Mayer als zweiter Vertreter des FC Bayern e.V. Ausgeschieden aus dem Aufsichtsrat sind der bisherige Vorsitzende Karl Hopfner sowie Rudi Schels, die beide bei den Präsidiumswahlen im November nicht mehr kandidiert hatten. Hopfner war bis zu diesem Zeitpunkt Vereins-Präsident, Schels war erster Vizepräsident.

jw (mit sid, dpa)

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