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Fußball

Hoeneß warnt die Bayern-Spieler

Uli Hoeneß hält eine bewegende Rede vor den Profis des FC Bayern. "Macht so etwas nie", wird der Ex-Präsident in der "Bild"-Zeitung zitiert. Das Magazin "stern" veröffentlicht neue, spektakuläre Zahlen.

Zusammen mit Ex-Präsident Uli Hoeneß und dem ehemaligen Trainer Jupp Heynckes hat die Mannschaft des FC Bayern am Dienstag (18.03.2014) bei einem schon lange geplanten gemeinsamen Abendessen auf den Gewinn der letzten Meisterschaft, des DFB-Pokals, der Champions League, des UEFA-Supercups und der FIFA-Klub-WM angestoßen. Das Motto des Abends im Münchener Nobel-Restaurant "Käfer" lautete "Fünferl 2013". Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sprach bei einer Rede von Triumphen, "die für immer unvergessen" bleiben.

Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung hat auch Uli Hoeneß das Wort ergriffen und sich mit einer bewegenden Rede vor allem an die Spieler des FC Bayern gewendet. Darin soll er eigene Fehler zugegeben haben. "Ich habe das erste Mal in meinem Leben Hass kennengelernt. Und habe die Chance, das jetzt zu verarbeiten", wird Hoeneß zitiert. Der Medienrummel der vergangenen Tage und die Haftstrafe setzen dem zurückgetretenen Präsidenten der Münchener angeblich zu. Vor einer Woche hatte das Münchner Landgericht den 62-Jährigen

wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahre

verurteilt.

Die bedrückende Atmosphäre unter den Gästen sei laut "Bild" spürbar gewesen, Hoeneß soll den Tränen nah gewesen sein und an die Spieler appelliert haben: "Ihr verdient alle gutes Geld. Macht so etwas nie." Daneben habe Hoeneß die Spieler und Trainer Jupp Heynckes für die gewonnenen Titel des vergangenen Jahres gelobt: "Macht weiter so - für den Verein, für Bayern." Beim Abschied wird Hoeneß mit den Worten zitiert: "Wir werden uns wiedersehen." Seine Gefängnisstrafe in der JVA Landsberg am Lech muss er frühestens in der Woche nach Ostern antreten.

Neue "stern"-Enthüllungen

Das Logo der Bank Vontobel Liechtenstein AG in Vaduz (Foto: EPA/ARNO BALZARINI dpa Bildfunk)

Hatte Uli Hoeneß, neben dem bei Vontobel, auch Konten bei anderen Schweizer Banken?

Unterdessen wartet das Magazin "stern" mit neuen Spekulationen über die Konten-Vorgänge von Uli Hoeneß auf. Ein Informant soll gegenüber der Zeitschrift neue, spektakuläre Zahlen genannt haben. Die wahre Dimension des Falls sei in dem Verfahren vor dem Landgericht München II in der vergangenen Woche nicht aufgeklärt worden, wird ein Insider in dem Interview mit dem Hamburger Magazin zitiert. "Die tatsächlichen Beträge, um die es geht, konnte die Justiz gar nicht nachvollziehen. Die meisten Kontounterlagen sind ja erst kurz vor Prozessbeginn vorgelegt worden."

Tatsächlich sei es im Fall Hoeneß um höhere Beträge gegangen als bislang bekannt. "Er hatte zeitweise Werte von 600 Millionen Schweizer Franken auf seinem Konto" - also ungefähr 400 Millionen Euro. "Das Vermögen schwankte kräftig. Da gab es auch kurzfristig Ausschläge in zweistelliger Millionenhöhe." Der Informant, der in dem Gespräch mit dem "stern" anonym bleibt, sei einer der Insider, die mit ihrem Wissen das Steuerstrafverfahren gegen Hoeneß im Januar 2013 in Gang brachten. Der ehemalige FC-Bayern-Präsident bestreitet, ein Vermögen in dieser Größenordnung besessen zu haben.

Zudem erklärte Hoeneß vor Gericht in München, es seien keine Gelder auf andere Konten abgeflossen. Der geheime Informant soll im Gespräch mit dem "stern" nun das Gegenteil behaupten: "Über die Jahre wurden auch immer wieder sehr hohe Beträge auf Konten bei anderen Schweizer Banken transferiert, etwa bei Credit Suisse und Julius Bär". Wer dort hinter jenen Nummernkonten steckte, sei allerdings nicht ersichtlich. Auch war Hoeneß angeblich nicht der einzige Prominente des FC Bayern, der Geld bei dem Geldinstitut Vontobel hatte. "Auch Spieler des FC Bayern hatten ein Konto bei der Bank", soll der Insider behauptet haben, da ginge es aber um überschaubare Summen im niedrigen Millionenbereich.

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