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Sport

Hockey-Gold für Deutschland

Dem DHB-Team gelang mit einem 2:1 gegen die Niederlande die Titelverteidigung. Außerdem holte Sabine Spitz Silber mit dem Mountainbike. Jamaika mit Usain Bolt gewann Gold mit der 4x100-Meter-Staffel.

Schon drei Sekunden vor Schluss kannte der Jubel bei den deutschen Hockeyspielern kein Halten mehr. Sie waren im Ballbesitz, die Niederländer würden keine Chance mehr zum Ausgleich bekommen. Zuvor hatte Jan Phillip Rabente die beiden Tore für Deutschland erzielt, in der 33. und in der 66. Minute. Zwischenzeitlich hatten die Niederländer ausgeglichen.

Noch in der Vorrunde hatte es eine 1:3-Schlappe gegen den Erzrivalen gegeben, aber im Finale wirkten die Deutschen von Anfang an konzentriert und kampfstark. "Unbeschreiblich, unfassbar" sprudelte es nach dem Schlusspfiff aus Rabente, der mit einen ersten beiden Turniertoren den deutschen Hockey-Herren zum vierten Olympiasieg nach 1972, 1992 und 2008 verhalf. Bronze sicherte sich Weltmeister Australien durch ein 3:1 im kleinen Finale gegen Gastgeber Großbritannien.

Silber für Mountainbikerin Spitz

In einem packenden Mountainbikerennen hat Sabine Spitz ihre olympische Medaillensammlung vervollständigt. Die 40-Jährige musste auf dem anspruchsvollen Kurs in Hadleigh Farm lediglich Olympiasiegerin Julie Bresset aus Frankreich den Vortritt lassen und krönte ihre Erfolgskarriere mit Silber. Bronze holte die US-Amerikanerin Georgia Gould.

Sabine Spitz fährt einen Berg hinunter (Bild: dpa)

Sabine Spitz machte in London ihre Medaillensammlung komplett - und das mit 40 Jahren

In dem von Bresset diktierten Rennen ließ sich Spitz selbst von einem spektakulären Sturz auf der vierten Runde nicht beeindrucken und schüttelte kurz darauf die später drittplazierte Gould ab. Lediglich dem Tempo der Weltmeisterin aus Frankreich vermochte sie nicht zu folgen.

Für Spitz war es nach Bronze 2004 in Athen und Gold 2008 in Peking das dritte Edelmetall bei Olympischen Spielen.

Bolt zum Dritten

Als beim letzten Staffelwechsel die USA und Jamaika gleichauf lagen, war jedem klar, an wen die Goldmedaille über 4x100 Meter gehen würde, denn für Jamaika machte sich Usain Bolt auf den Weg. Ryan Bailey konnte einem schon fast leid tun, verlor er doch gegen den Superstar gleich mehrere Meter. Bolt führte seine Staffel zu einer neuen Weltrekordzeit von 36,84 Sekunden, die alte Marke unterboten Nesta Carter, Michael Frater, Yohan Blake und Bolt um zwei Zehntelsekunden. Für den Schlussläufer war es schon sein drittes Gold in London, sein sechstes bei Olympia insgesamt. Staffel-Bronze gewann Trinidad in 38,12 Sekunden.

Usain Bolt und Ryan Bailey (Bild: Getty Images)

Selbst ein mäßiger Wechsel kann Bolt und Jamaika nicht bremsen

Der doppelte Farah

Weltmeister und 10.000-Meter-Olympiasieger Mohamed Farah hat als erster Brite Gold über 5000 Meter geholt. Der 29-Jährige, der in Somalia geboren wurde, ist gleichzeitig der siebte Läufer, der das Double über 5000 und 10.000 Meter bei denselben Spielen geschafft hat. Farah setzte sich in einem packenden Endspurt in 13:41,66 Minuten gegen den Äthiopier Dejen Gebremeskel durch, der in 13:41,98 gestoppt wurde. Bronze sicherte sich der Kenianer Thomas Longosiwa in 13:42,36.

Mo Farah freut sich über seine zweite Goldmedaille in London (Bild: rtr)

Enges Rennen: Mo Farah freut sich über seine zweite Goldmedaille in London

Gold im Hochsprung ging an die Favoritin Anna Tschitscherowa aus Russland. Die Weltmeisterin siegte mit 2,05 Meter vor der US-Amerikanerin Brigetta Barrett, die 2,03 Meter meisterte. Höhengleich ging Bronze an die Russin Swetlana Schkolina.

Über 4x400 Meter der Frauen siegten erwartungsgemäß die USA vor Russland und Jamaika, im Speerwurf der Männer war es richtig eng: Keshorn Walcott aus Trinidad und Tobago warf gerade mal sieben Zentimeter weiter als Alexander Pjatnyzja aus der Ukraine. Weitere 39 Zentimeter zurück holte der Finne Antti Ruuskanen Bronze.

Geher-Gold geht nach Russland

In der 50-Kilometer-Konkurrenz hat der russische Geher Sergej Kirdjapkin die Goldmedaille gewonnen. Der Weltmeister von 2005 und 2009 setzte sich in der Londoner Innenstadt mit der olympischen Rekordzeit von 3:35:59 Stunden durch. Der deutsche Routinier Andre Höhne kam bei seinem letzten internationalen Start als Elfter ins Ziel. Christopher Linke landete auf Rang 24.

Der deutsche Geher Andre Höhne (l.) zwischen dem Victoria Memorial (l.) und dem Buckingham Palace (Foto: dpa)

Der deutsche Geher Andre Höhne (l.) zwischen dem Victoria Memorial (l.) und dem Buckingham Palace

Medaillenloser Abschluss für deutsche Kanuten

Ronald Rauhe und Jonas Ems haben die siebte olympische Medaille für die deutschen Kanuten in London deutlich verpasst. Am Abschlusstag der Kanu-Wettbewerbe belegte das Duo im Zweier-Kajak nur den achten Platz. Erste Sprint-Olympiasieger über die 200-Meter-Distanz auf dem Dorney Lake in Eton wurden die Russen Juri Postrigaj und Alexander Djatschenko. Auf den zweiten Platz paddelten die Weißrussen Roman Pjatruschenko und Wadim Machneu vor Liam Heath und Jon Schofield aus Großbritannien. Die Sprint-Distanzen wurden anstelle der 500-Meter-Entscheidungen neu ins olympische Programm aufgenommen.

Auch im Einer-Endlauf über 200 Meter gab es keine deutsche Medaille, Ronald Rauhe belegte nur den achten Platz. Olympiasieger wurde Ed McKeever aus Großbritannien vor dem Spanier Saul Craviotto Rivero und Mark de Jonge aus Kanada. 1000-Meter-Olympiasieger Sebastian Brendel kam im B-Finale als Sprint-Achter und damit Letzter ins Ziel und belegte unter dem Strich nur den 16. Platz. Im Einer-Kajak-Sprint der Frauen erreichte Silke Hörmann Rang 15.

Sensation im Fußball: Mexiko schlägt Brasilien

Mit einem Blitztor und einem weiteren Treffer per Kopf hat der Mexikaner Oribe Peralta Brasiliens großen Traum vom ersten Fußball-Olympiasieg zerstört. Der 28-Jährige schoss den Außenseiter mit seinem Tor nach 28 Sekunden und seinem insgesamt vierten Turniertreffer (75.) im Finale von London zum 2:1 (1:0)-Sieg gegen die Selecao und damit zur Goldmedaille. In der brasilianischen Schlussoffensive gelang Hulk (90.+1) das Anschlusstor; Oscar hätte zwei Minuten später die Verlängerung erzwingen müssen, köpfte aber freistehend drüber.

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