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Aktuell Asien

Hochmodernes russisches Flugzeug abgestürzt

Einen Tag nach dem Verschwinden eines russischen "Superjets" in Indonesien haben Suchmannschaften das Wrack der Maschine entdeckt. Dabei bestätigten sich die schlimmen Befürchtungen.

Keiner der etwa 50 Insassen der hochmodernen Maschine habe den Absturz überlebt, erklärte ein Sprecher der Firma, die den russischen Flugzeughersteller Sukhoi in Indonesien vertritt. Die Maschine vom Typ "Sukhoi Superjet 100" (SSJ 100) war am Mittwochnachmittag (Ortszeit) in der Nähe von Jakarta zu seinem zweiten Demonstrationsflug gestartet. 21 Minuten später verschwand es vom Radar. Die Piloten hatten nach Angaben der indonesischen Flugwacht kurz zuvor um Genehmigung gebeten, ihre zugewiesene Flughöhe zu verlassen. Sie wollten auf 1800 Meter gehen. Einen Grund nannten sie dafür nicht.

Soldaten beratschlagen über Kartenmaterial (Foto:dapd)

Mit Karten auf der Suche nach Wrackteilen

Absturz im Nebel

Ein Hubschrauber fand die Maschine inzwischen an einem Berghang in etwa 1600 Meter Höhe bei Bogor - südlich der Hauptstadt Jakarta. Dort waren die Berge zum Unglückszeitpunkt in Nebelschwaden gehüllt. Inzwischen sind Hunderte Helfer im Unglücksgebiet im Einsatz.

An Bord waren neben der russischen Crew vor allem Vertreter von Fluggesellschaften, Vertreter der russischen Botschaft und einige Journalisten. Am Flughafen Halim in Jakarta, wo die Maschine gestartet war, trafen Angehörige der Passagiere ein. Die Behörden veröffentlichten keine Passagierlisten, weil einige, die auf dem Flug sein sollten, doch nicht dabei waren und offenbar andere ihre Plätze eingenommen hatten.

Triebwerksprobleme verzögern Auslieferung

Video ansehen 00:46

Indonesien: Flugzeugwrack gefunden

Die SSJ 100 ist das erste Passagierflugzeug, das seit dem Zerfall der Sowjetunion in Russland entwickelt wurde - in Kooperation mit dem US-Flugzeugbauer Boeing und der italienischen Finmeccanica. Es soll anderen Mittelstreckenanbietern wie Bombardier (Kanada) und Embraer (Brasilien) Konkurrenz machen. Je nach Modell bietet die Maschine Platz für 68 bis 103 Passagiere. Seinen Jungfernflug absolvierte der "Superjet 100" im Jahr 2008. Sukhoi hat derzeit 170 Bestellungen für das Flugzeug. Geplant ist eine Produktion von bis zu 1000 Maschinen.

Erst vor kurzem hatte die Zivilsparte des Kampfjet-Herstellers Sukhoi die offizielle Zulassung für die Europäische Union erhalten. Allerdings haben Triebwerksprobleme die Auslieferung des Fliegers bislang verzögert.

hp/fab (dpa, rtr, afp, dapd)

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