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Kultur

Hochglanz trifft Autodestruktion

Das Kanadische Royal Ontario Museum zeigt eine Hommage an die Reichen und Schönen, London zeigt verstörenden Werke des Aktionskünstlers Metzger und in Basel gibt es ein Leben nach van Gogh.

Installation von Gustav Metzger. Foto: Jerry Hardman-Jones

Während seiner 95-jährigen Geschichte hat das legendäre Hochglanzmagazin Vanity Fair die einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt porträtiert. Fotos von Malern wie Claude Monet, Abenteurern wie Amelia Earheart, Schriftstellern wie Arthur Miller und Pop-Star Madonna erschienen dort neben Hollywood-Stars Charlie Chaplin, Greta Garbo, Demi Moore und Tom Cruise. Das Royal Ontario Museum im kanadischen Toronto präsentiert in seiner Ausstellung "Vanity Fair Portraits: Photographs 1913-2008" rund 150 der berühmtesten Bilder, aufgenommen von Star-Fotografen Edward Steichen, Man Ray, Helmut Newton, Herb Ritts und Annie Leibovitz. Das Magazin war 1913 vom Verleger Condé Nast und Chefredakteur Frank Crowinshield gegründet worden. Die Ausstellung in Zusammenarbeit mit der National Portrait Gallery in London ist noch bis zum 3. Januar in Toronto zu sehen.

Gustav Metzger in Serpentine Gallery in London

Vanity Fair Portraits: Photographs 1913-2008 Foto: AP

"Vanity Fair Portraits: Photographs 1913-2008"

Dem Aktionskünstler Gustav Metzger ist in London eine umfassende Einzelausstellung gewidmet. Mit "Gustav Metzger: Decades 1959-2009" untersucht die Serpentine Gallery Metzgers Auseinandersetzung mit Politik, Umwelt und der Gesellschaft des 20. Jahrhunderts. Der Sohn jüdischer Eltern kam 1926 in Nürnberg zur Welt. Fast seine ganze Familie wurde im Dritten Reich vertrieben oder ermordet. Heute lebt Metzger in London. Zu sehen sind nun so genannte autodestruktive Arbeiten aus den 60er Jahren wie seine Flüssigkristall-Lichtprojektionen. Eine Installation mit einem Fließband und Zeitungen, die der Künstler seit 1995 gesammelt hat, zählt zu den neueren Werken. Auch Metzgers fotografische Arbeit wird dokumentiert. Die Schau läuft bis zum 8. November.

Kunstmuseum Basel zeigt Meisterzeichnungen

Foto: Kunstmuseum Basel

Egon Schiele: Auf dem Rücken liegende Frau (1914)

Nach dem Ende seiner Van-Gogh-Schau mit Leihgaben aus aller Welt schöpft das Kunstmuseum Basel wieder aus den eigenen Beständen: Das Kupferstichkabinett zeigt in der Ausstellung "Von Dürer bis Gober" 101 Meisterzeichnungen aus seiner Sammlung. Die bis zum 24. Januar geöffnete Schau umfasst rund sechs Jahrhunderte. Die älteste Zeichnung stammt aus der Zeit um 1400.

Foto: Kunstmuseum Basel

Ambrosius Holbein: Bildnis eines jungen Mannes (1517)

Das Baseler Kupferstichkabinett beherbergt etwa 60 000 Zeichnungen sowie 250 000 druckgrafische Blätter und Bücher. Seine Anfänge liegen im Amerbach-Kabinett des Juristen Basilius Amerbach (1533-1591), das die Stadt Basel 1661 gekauft hatte. Damit besaß die Stadt eine der ersten öffentlichen Kunstsammlungen. Vertreten sind Werke von Künstlern wie Hans Holbein, Martin Schongauer, Matthäus Merian, Johann Heinrich Füssli und Arnold Böcklin. Paul Cèzanne leitet dann über zur klassischen Moderne und Künstlern der 1950er- und 1960er- Jahre sowie der Gegenwart.

Kunsthalle Wien zeigt Schau zum Wendejahr 1989

Foto: VBK, Wien

Alexander Kosolapov: Gorby (1991)

Das Wendejahr 1989 steht im Mittelpunkt einer Ausstellung in Wien. Die Schau "1989. Ende der Geschichte oder Beginn der Zukunft?" zeigt Werke von 35 Künstlern aus 20 Nationen, die alle ab den späten 60er Jahren entstanden sind. "Utopien wurden begraben, neue Zukunftsszenarien taten sich auf, als die längste Grenzziehung des 20. Jahrhunderts aufgehoben wurde", sagte der Direktor der Kunsthalle, Gerald Matt, vor Journalisten. Die Ausstellung bleibt bis zum 7. Februar 2010 geöffnet und zeigt neben Gemälden und Fotografien auch Videos und Installationen. Themen sind unter anderem die Perestroika, die Niederschlagung der Proteste im Jahr 1989 am Platz des Himmlischen Friedens in Peking und die Solidarnosc-Bewegung.

Autorin: Elena Singer (dpa)

Redaktion: Marlis Schaum

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