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Sport

Historischer Sieg für Nadal

Zum achten Mal triumphiert der Spanier bei den French Open - noch nie hat ein Tennisprofi ein Grand-Slam-Turnier so oft gewonnen. Sein Landsmann Ferrer ist chancenlos, dabei stand Nadal schon fast vor dem Karriereende.

Er ist der Sandkönig. Auf diesem Untergrund hat Rafael Nadal die meisten Erfolge in seiner bisherigen Karriere errungen. Es ist also keine Überraschung, dass der Spanier auch der French Open-König ist – es ist nämlich das einzige der vier Grand-Slam-Tuniere, das auf Sand stattfindet. Jetzt hat Rafael Nadal zum achten Mal in Paris gewonnen (2005, 2006, 2007, 2008, 2010, 2011, 2012 und 2013). Bereits im vergangenen Jahr hat sich der derzeitige Weltranglisten-Vierte zum alleinigen Rekordsieger der French Open gekürt. Nun hat er eine weitere Bestmarke geknackt: Kein anderer Tennisspieler hat jemals so oft dasselbe Grand-Slam-Tunier gewonnen wie Nadal.

Nummer vier gegen fünf

Überwältig von der Freude und dem historischen Sieg: Rafael Nadal liegt nach dem Matchpunkt auf dem Boden. Foto: REUTERS/Philippe Wojazer

Überwältig von der Freude und dem historischen Sieg: Rafael Nadal nach seinem Matchpunkt

Der Sieg ist umso bemerkenswerter, als dass der Spanier erst im Februar nach siebenmonatiger Verletzungspause in den Wettbewerb zurück gekehrt ist und ein Karrierende nah schien. Sein linkes Knie bereitet ihm immer noch Probleme, er versucht es im Spiel, wenn möglich, zu schonen. Das gilt nicht für seinen Gegner, selbst wenn es ein Freund ist, wie in diesem Fall, David Ferrer. Mit 6:3, 6:2 und 6:3 setzte sich Nadal gegen seinen Landsmann durch, der in der Weltrangliste nur einen Platz hinter ihm steht.

Trotz des bescheidenen Wetters war das Finale im Stadion Roland Garros mit 15.000 Zuschauern ausverkauft. Immer wieder packten die Tennisfans ihre Regenschirme aus, die meisten verfolgten aber in Ganzkörper-Regencapes das Endspiel, das seit 1891 ausgetragen wird. Der Schiedsrichter ordnete einige Male eine Regenpause an, die war aber immer so kurz, dass sich nicht mal ein Gang zur Toilette lohnte.

Bengalische Fackel

Rafael Nadal (R) of Spain embraces compatriot David Ferrer after winning their men's singles final match at the French Open tennis tournament at the Roland Garros stadium in Paris June 9, 2013. Nadal made light work of fellow Spaniard Ferrer to win a protest-interrupted French Open final 6-3 6-2 6-3 on Sunday and become the first man to win eight singles titles at the same tournament. REUTERS/Gonzalo Fuentes (FRANCE - Tags: SPORT TENNIS)

Freunde: Ferrer (l.) und Nadal

Nadal war als klarer Favorit in das Finale gegangen. Die Fakten sprachen angesichts einer 19:4-Bilanz gegen Ferrer klar für ihn. Der erste Satz war noch relativ ausgeglichen, im zweiten Durchgang dagegen war Ferrer chanenlos. Beim Stand von 5:1 für Nadal gab es einen Zwischenfall: Ein Zuschauer drang mit einer bengalischen Fackel auf den Platz vor. Sicherheitskräfte führten ihn ab, Nadal bedankte sich dafür per Handschlag. Zuvor hatten zwei andere Zuschauer mit einem Plakat gegen die Home-Ehe in Frankreich protestiert.

Nach zwei Stunden und 16 Minuten Spielzeit war es dann soweit: Nadal gewann zum zweiten Mal in seiner Karriere viermal hintereinander das Traditionsturnier und damit auch noch 1,5 Millionen Euro Preisgeld. "Das ist ein besonderer Tag für mich", sagte ein sichtlich bewegter Rafael Nadal, der endgültig einen Schlussstrich unter seine Leidenszeit zog, die vor gut einem Jahr nach seinem siebten Titel bei den French Open begonnen hatte.