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Aktuell Welt

Historische Begegnung: Papst trifft russischen Patriarchen

Es ist die erste Begegnung zwischen den Oberhäuptern der römisch-katholischen Kirche und der russischen Orthodoxie überhaupt. Papst Franziskus und der russische Patriarch Kyrill I. werden sich in Kuba treffen.

Es ist ein historisches Treffen: Zum ersten Mal überhaupt will Papst Franziskus in der nächsten Woche mit dem Moskauer Patriarchen Kyrill I. zusammentreffen. Diese Begegnung zwischen den Oberhäuptern der römisch-katholischen Kirche und der russischen Orthodoxie solle am kommenden Freitag auf Kuba stattfinden, teilte Vatikansprecher Federico Lombardi mit. Franziskus werde dafür einen Zwischenstopp auf dem Hinflug seiner Mexiko-Reise (12. bis 18. Februar) einlegen.

Mehrere Begegnungen gescheitert

In den 1990er Jahren waren mehrere Bemühungen um ein solches Gipfeltreffen etwa in Wien oder im ungarischen Pannonhalma gescheitert. Als Gründe galten insbesondere Spannungen zwischen den Kirchen um die mit Rom unierten Katholiken in der Ukraine.

Franziskus hatte in der Vergangenheit mehrfach angedeutet, zu einem Treffen mit Kyrill I. an jedem beliebigen Ort bereit zu sein. Unter seinem Vorgänger Benedikt XVI. (2005-2013) hatten sich die Beziehungen zwischen Rom und Moskau nach schwierigen Jahren deutlich verbessert.

Probleme im Vehältnis zwischen beiden Kirchen

Im Pontifikat von Johannes Paul II. (1978-2005) galt auch dessen polnische Herkunft als ein Hinderungsgrund für eine Begegnung der beiden Kirchenführer. Neben der Rolle der Katholiken in der Ukraine hatte die russisch-orthodoxe Seite auch die Errichtung von vier katholischen Diözesen in Russland im Jahr 2002 als Affront gewertet. Offiziell hieß es, vor einer persönlichen Begegnung von Papst und Patriarch müssten eine Reihe von Voraussetzungen im Verhältnis der Kirchen zueinander geschaffen und vorhandene Probleme geklärt werden.

cr/se (dpa, kna)

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